Der ungefundene Silberschatz auf dem Kirchberg
von Günter Thonke (2001)
Suchet, ihr werdet nichts
finden, klopfet und ihr habt zu tun! Immer geistert etwas durch die Vergangenheit, es wird auf einen Silberschatz zu finden gehofft. Etwas ist immer an allem dran.
Vor über fünfhundert Jahren wurde am wandernden kurfürstlichen Sitz, dem "Freien Hof" der Rathenower Groschen geprägt. Den gibt es in mehreren Varianten, denn die Stempel waren schnell verschlissen.
Das war im Jahre des Herrn 1466 gewesen. Der Münzmeister hieß Michael Himmelpforte und er hatte in Havelberg und Brandenburg zuvor Groschen geprägt, ehe Rathenow und Königsberg in der Neumark mit ähnlichen folgten. Der Hohenzoller Friedrich der Zweite (1440-1470) hatte das Mün
zwesen durch diese dem böhmischen Groschen folgend, zu seiner Wertigkeit reformiert, denn Silber war knapp gewesen. Nowa moneta, neues Geld, so etwas gab es schon früher.
Wo Geld geschlagen wurde, da meint der Volksmund, da fiele auch etwas ab oder wurde gestohlen.
So scheint sich ein Gerücht durch die Jahrhunderte erhalten zu haben, doch der größte Schatz, das waren wohl die, die dort oben ihre Ruhe gefunden hatten, denn ohne deren Lebenserfahrungen hätten es die Nachfahren schwerer gehabt und oft gab es ein Dach über dem Kopf, einen kleinen Schatz oder eine Mitgift dazu und nur wer nichts erheiratet oder ererbt bleibt oft ein armer Teufel bis er sterbt!
Redaktionell bearbeitet am 14.11.07 von Robby Schmalz
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