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Havelländische Volkstrachten

 von Gabriele Matthies

Havelländischen Trachtenpuppen
zu beziehen hier

Volkstrachten sind altüberlieferte Heimatbekleidungen, die besonders in ihrer festlichen Ausführung seit Generationen unverändert erhalten blieb und sorgsam gepflegt wurde.
Das Wort "Tracht" kommt vom Tragen der Kleidung. Die bäuerliche Bevölkerung mit ihren Trachten unterschied sich erheblich von der immer stärker der Mode unterworfenen Kleidung in den Städten. Volkstrachten entstanden überwiegend im 16. Jahrhundert, als die Unterschiede zwischen der bäuerlichen Bevölkerung und den Stadtbürgern immer größer wurden. Durch die Obrigkeit wurde in den Städten eine verbindliche Kleiderordnung erlassen als sichtbares Zeichen einer Standeszugehörigkeit. Die Kleiderordnung bestand bis in das 18. Jahrhundert.
Die frühere Alltags- und Festbekleidung mußte in der Herstellung haltbar für den langjährigen Gebrauch sein. Festbekleidung wurde in der Jugend angeschafft und mußte oft ein Leben lang reichen. Teilweise wurden Trachten als Erbstücke von Generation zu Generation übergeben. Dies zeigt, das Materialien genutzt wurden, die von dauerhafter Qualität waren. Oft wurden Festhauben, die sehr aufwendig mit Stickerei und Perlenbesatz gearbeitet waren, von der Mutter an die Tochter übergeben.
Die Frau spielt bei den Volkstrachten eine wichtige Rolle. In anderen Landstrichen war es üblich, daß an der Farbe der Bänder, die Frauen an Kappen oder Hüten trugen, der Stand der Frau als ledig, verheiratet oder verwitwet zu erkennen war.
Diese Schmuckformen finden sich bei der havelländischen Tracht nicht. ..."

Die ungekürzte Version dieses Artikels finden Sie im Rathenower Heimatkalender aus dem Jahre 2001.
Dieser Artikel wurde mit Gestattung des Rathenower Heimatbundes e.V. daraus übernommen


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