geb. am 03.05.1905 in Cermná – Hohenelbe/Böhmen
gest. am 10.01.1995 in Premnitz
Vinzenz Nagel begann seine Tätigkeit als Chemie-Ingenieur im damaligen
Kunstseidenwerk Premnitz 
am 15.06.1949. Vom 01.05.1951 bis 30.06.1958 war er
Betriebsleiter des Kunstseidenbetriebes. Während dieser Zeit hat er maßgeblich an der wissenschaftlichen Arbeit zur Entwicklung der halb-kontinuierlichen Zentrifugenspinnmaschine (HKZ) für Zellulose-Kunstseide mitgewirkt, die eine wesentliche Grundlage für die Prezenta-Kunstseidenanlage war. Diese Spinnmaschine war bis zur Stilllegung der Kunstseidenproduktion im Jahre 2002 in Betrieb.
1953 wurde er als
Verdienter Erfinder ausgezeichnet. 1954 wurde er für seine Mitwirkung bei der Entwicklung und Konstruktion der HKZ-Spinnmaschine mit dem
Nationalpreis III. Klasse geehrt.
Als international geachteter Fachmann für Zellulose-Kunstseide weilte er mehrmals als Berater beim Aufbau von Produktionsanlagen für Kunstseidenherstellung in Indien, China und Nordkorea. Außerdem übernahm er Berateraufgaben in Polen, der Sowjetunion, der Schweiz, Italien, Ägypten, Syrien, der BRD und Siam.
In Würdigung seiner hervorragenden Leistungen wurde ihm 1964 der Titel

„
Oberingenieur“ verliehen. Vinzenz Nagel trat im Alter von 69 Jahren am 30.08.1974 in den Ruhestand und konnte diesen noch über 20 Jahre genießen.
Aufgrund seiner Verdienste auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung im Chemiefaserwerk wurde im Premnitzerindustriegebiet eine Straße nach ihm benannt, wobei die feierliche Enthüllung der Straßenschilder am 11.12.1997 stattfand.