Der Werksleiter Artur Wilke
von Jürgen Mai
geb. am 15.12.1897 in Halberstadt
gest. am 12.06.1990 in Rathenow
Artur Wilke studierte von 1917 bis 1922 an der Technischen Hochschule Hannover Maschinenbau.
Im Januar 1930 begann seine Tätigkeit als Betriebsingenieur im Werk Premnitz der damaligen I.G. Farbenindustrie.
Nach 1945 war er Verantwortlicher des ersten Leitungsgremiums für das Premnitzer Werk. Er hat sich in dieser Zeit große Verdienste bei der Wiederaufnahme der Produktion von Kunstseide erworben. Seiner aktiven Mitwirkung ist die Organisation der ersten Nachkriegsproduktion und somit die Sicherung der Arbeitsgrundlage für viele Premnitzer zu verdanken.
Artur Wilke war vom 27.06.1946 bis April 1950 als Werkleiter tätig.
Ab Mai 1950 war er als chemisch-technischer Leiter, sowie Hauptingenieur und Stellvertreter des Werkdirektors eingesetzt. Aus dieser Tätigkeit resultierte die technische Gesamtleitung des Werkes. Diese Funktionen hatte er bis 31.12.1962, zum Eintritt in den Ruhestand, inne.
Der Name Artur Wilke ist eng mit der Entwicklung und Konstruktion der halbkontinuierlichen Zentrifugenspinnmaschine für Kunstseide und mit dem Aufbau der Prezenta-Kunstseiden-Anlage verbunden.
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Neuanfang nach 1945 im Premnitzer Kunstseidenwerk
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1954 wurde Artur Wilke für seine wissenschaftliche Mitarbeit bei der Entwicklung der HKZ-Spinnmaschine mit dem Nationalpreis III. Klasse ausgezeichnet.
Für die Vervollkommnung dieser für die damalige Zeit modernen Produktionstechnologie bekam er 1960 den Vaterländischen Verdienstorden in Silber.
Mit wissenschaftlich-technischem Weitblick führte er von 1954 bis 1959 in Zusammenarbeit mit dem Meß- und Regeltechnik-Werk Teltow konsequent die Meß- und Regeltechnik im Premnitzer Werk ein. 1956 weilte er über mehrere Monate in China und gab Unterstützung bei der Inbetriebnahme von Kunstseidenproduktionsanlagen.
Als Anerkennung für seine Dienste im Cemiefaserwerk Premnitz wurde 1997 nach ihm eine Straße im Premnitzer Industriegebiet benannt.
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