Es muss etwa 1963/ 64 gewesen sein, ich besuchte damals die sechste Klasse in der polytechnischen Oberschule in Milow, als ich mich begann für die Sendungen des Deutschen Soldatensenders (DSS) zu interessieren. Dabei interessierten die militärpolitschen Informationen, die über den Sender verbreitet wurden, meine Altersgenossen und mich überhaupt nicht.
Unser Interesse galt ausschließlich der über den DSS verbreiteten aktuellen Popmusik. Zu diesem Zeitpunkt hatten Bands wie die Beatles, Rolling Stones, Kings, Who, Dave Dee und Co. ihren musikalischen Siegeszug bei der Jugend in der Welt angetreten. Auch ich wurde immer mehr von diesem Bazillus erfasst. Irgendwann bin ich dann auf die Sendungen des DSS gestoßen.
Die Sendungen waren mehrmals täglich auf Mittelwelle mit erstaunlich guter Qualität zu empfangen. Selbst unser Uraltradio vom Typ Telefunken, Baujahr 1938, brachte mir täglich die heißen und begehrten Rhythmen ins Haus. Die Sprecher des DSS gaben zwar immer vor, dass es sich bei dem Sender um den einzigen Sender auf dem Gebiet der BRD handeln würde der nicht unter Regierungskontrolle stehen würde, doch das glaubte niemand wirklich. Schon damals hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass die Sendemaste des DSS in Burg bei Magdeburg stehen.
Der DSS sollte ähnlich wie seine Vorbilder im 2. Weltkrieg, zur politischen Desinformation und Wehrkraftzersetzung bei der Truppe (Bundeswehr) beitragen. Doch die politischen Inhalte nahm ich damals nicht so sonderlich interessiert wahr. Mich interessierte eigentlich nur die aktuelle Popmusik. Im Gegensatz zu den damals in unserer Region zu empfangenden Rundfunkstationen machten die Redakteure des DSS ausgesprochen modernes Radio, was zu diesem Zeitpunkt, mit Ausnahme von Radio Luxemburg, seines gleichen suchte.
So wie ich damals stark an der aktuellern internationalen Popmusik interessiert war, ging es vielen meiner Altersgenossen. Damit bildete sich im Laufe der Jahre eine stattliche Fangemeinde des DSS in der DDR heraus.
Mein Tag begann damals um 6.15 Uhr mit dem Programm des DSS und begleitete mich bis 7.15 Uhr, wenn ich mich danach auf den Weg zur Schule machen musste. Die Mittagssendung von 12.15 Uhr bis 13.15 Uhr konnte ich damals leider nur in den Ferien hören. Dafür freute ich mich aber auf die Abendsendung ab 18.15 Uhr.
Viele meiner Altersgenossen entwickelten einen ähnlichen Lebensrhythmus. Doch unser Interesse stieß bei den Erwachsenen nicht immer auf die von uns erhoffte Gegenliebe. Denn für unsere Eltern und besonders die Großeltern war diese moderne Musik viel zu laut und schrill, dazu noch in englischer Sprache gesungen.
Noch viel unbeliebter war aber damals diese Musik bei unseren Lehrern und bei den staatstragenden Personen. Die wollten uns damals natürlich die vom Klassenfeind produzierte Musik am liebsten verbieten. Doch die Moderatoren des DSS machten ja in den Sendungen immer wieder klar, auf welcher Seite der Weltanschauung sie standen. Damit konnte der Sender und die Musik auch keine Gefahr für unsere jungen noch ungefestigten Seelen mit sich bringen.
So oder so ähnlich dachten wir damals und argumentierten auch entsprechend, wenn wieder Verbote drohten. Unseren Widersachern blieb schließlich nichts anderes übrig, als zähneknirschend das Hören des DSS und das öffentliche darüber reden zu tolerieren. So hatte damals Mitte der 60` iger eine ganze Generation „ihren Sender“, der sie täglich begleitete und der unseren Musikgeschmack entscheidend prägte.
Doch schon bald fand meine wachsende Musikbegeisterung nicht mehr die ungetrübte Begeisterung in meiner Familie. Damals stand unser Radio im Wohnzimmer in dem sich auch der Fernseher befand. Spätestens bei den Abendsendungen des DSS gab es Kollisionen mit den Interessen der übrigen Familienmitglieder, die fernsehen wollten.
Eine Alternative hätte hier nur ein eigenes Radio bringen können. Die ersten mobilen Transistorempfänger vom Typ „Sternchen“ und „Mikki“ waren bereits im Handel erhältlich. Jedoch waren diese in der Anschaffung viel zu teuer. Viele junge Leute kauften sich ihr erstes Taschen- bzw. Kofferradio in der 8.Klasse vom „Jugendweihegeld“. Bis dahin wollte ich aber nicht warten.
Der Zufall kam mir zur Hilfe. Irgendwann entdeckte ich eine Bauanleitung für einen Detektorempfänger. Da war mir klar, so ein Gerät musste ich mir bauen. Versprach es doch endlich einen individuellen und uneingeschränkten Rundfunkempfang. Nach intensivem Sparen konnte ich mir die benötigten Bauelemente kaufen und dann mein erstes Radio bauen.
Zugegeben das Ergebniss war nicht gerade Weltklasse, aber ich konnte mit dem Gerät tatsächlich den DSS empfangen. Allerdings störte ein starker anderer Rundfunksender den Musikgenuss etwas. Doch egal, ich war jetzt unabhängig und konnte, wenn auch mit Kopfhörern, meine geliebte Musik hören, wann immer ich wollte.
Später hatte auch ich das Geld für mein eigenes Kofferradio zusammengespart. Ich kaufte mir aber damals einen im Handel erhältlichen Baussatz und baute mein erstes Kofferadio selbst zusammen.
So nach und nach entwickelte sich die „Rundfunklandschaft“ der in unserer Region zu empfangenen Rundfunksender immer weiter. Auch andere Rundfunkstationen schafften jetzt Sendeplätze für moderne Popmusik. Doch der DSS verlor dadurch nicht an Beliebtheit in der Region.
Oft beneideten uns Menschen aus anderen Regionen der DDR um „unseren Soldatensender“. Denn um so weiter man sich vom Sendestandort Burg entfernte, um so schwächer wurde auch der Empfang. So war der DSS in Ostberlin oder an der Müritz nur noch schwer zu empfangen.
Das engültige aus für den Sendebetrieb des DSS gab es am 30.06.1972 . In der Nacht um 24.00 Uhr wurde der Sendebetrieb ohne irgend welche Vorankündigungen eingestellt. Die Ergebnisse der Verhandlungen von Helsinki und die damit eingeleitete Periode des politischen Tauwetters zwischen Ost und West besiegelten das endgültige Ende des DSS nach beinahe 12 Jahren Sendebetrieb.
Wenn ich heute die damaligen Geschehnisse Revue passieren lasse, dann ergeben sich aus der aktiven Berührung mit dem DSS für mich mehrere mein weiteres Leben beeinflussende Faktoren.
So war für mich durch die vermittelten militärpolischen Fakten relativ früh klar, das eine militärische Laufbahn für mich nicht in Frage käme.
Des Weiteren erfuhr ich von Orten und Begebenheiten jenseits der Grenze. Und das zu einer Zeit als man in der DDR Landkarten zu produzieren begann, wo alle Informationen exakt an der Grenze aufhörten. Wenn man sich diese Karten betrachtete, musste man den Eindruck haben, dass hinter der Grenze nur Niemandsland lag.
Über die „linientreue“ Vermittlung aktuell- politischer Informationen konnten wir damals fast jeden politischen Agitator davon überzeugen, dass die über den DSS gesendete aktuelle Popmusik auch zur sozialistischen Weltanschauung passen musste und so auch keine Gefahr von den jeweiligen Musikstücken ausgehen konnte.
Das Interesse an Popmusik hat mich, noch sehr jung, zum Radiobastler werden lassen. Damit wurde sukzessiv mein Berufsweg maßgeblich mitbestimmt.
Anmerkung: * „Hier spricht der Deutsche Soldatensender, der einzige Rundfunksender der nicht unter Regierungskontrolle steht.“ Viele Ostdeutsche der mittleren Generation werden sich noch gut an diese Anmoderation des in Burg bei Magdeburg stationierten und für – oder besser gegen – die Bundeswehr bestimmten Senders erinnern. Während sich bei den bewaffneten Klassenfeinden in den Kasernen von Wolfsburg, Gifhorn oder Munster-Lager die Begeisterung für die Frequenz in Grenzen hielt, war diese bei der DDR-Jugend nahezu unbegrenzt hoch. Hier erfreute sich der Sender vor allem wegen der Rock- und Popmusik großer Beliebtheit.
»Soldatensender« – das war keine Erfindung der DDR. Schon im Zweiten Weltkrieg hatte sich der Rundfunk als ein zweckdienliches Instrument zur Ermunterung der eigenen Truppen wie auch für die Information beziehungsweise Desinformation der anderen Seite erwiesen. Zu besonderer Berühmtheit brachte es der Soldatensender Calais unter der Leitung von Hugh Carleton Greene. Deutsche Emigranten wie Günther Cwojdrak, Karl-Georg Egel, Karl-Eduard von Schnitzler oder Erich Fried übten sich dort unter Anleitung von BBC-Journalisten und Armeepsychologen im massenwirksamen Medium in Frontunterhaltung und Feindaufklärung.
Technische Informationen Standort: Das Studio und die Redaktion befanden sich auf dem Gelände des Funkhauses Grünau, später befand sich die Redaktion in Bestensee bei Berlin. Sendeanlagen in Burg bei Magdeburg Sendezeitraum: 1.Oktober 1960 bis 30.06. 1972 24.00 Uhr Frequenz: 935 KHz (Mittelwelle) Sendeanlagen wurden gemeinsam mit den Freiheitssender 904 genutzt. Mitarbeiter: bis zu 30 Personen. Sendezeiten : 6.15 Uhr bis 7.15 Uhr; 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr; 18.00 Uhr bis 18.45 Uhr ; 20.15 Uhr bis 20.45 Uhr und 23.30 Uhr bis 1.30 Uhr
Nachtrag vom 17. August 2009:
Liebe Leser ! Es freut und ehrt mich sehr, dass Sie sich für meinen Beitrag über den Deutschen Soldatensender interessieren. Der Beitrag hat es bei Google inzwischen ganz nach oben geschafft. Das ist schon sehr verwunderlich. Auch zählt er im Havelland- Kiosk zu den am meisten gelesenen Beiträgen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich zunehmend immer öfter Interessenten des DSS direkt an mich wenden und über ihre Erlebnisse berichten oder auch Hinweise zur Verbesserung meines Beitrages geben.
Soviel Resonanz hatte ich nicht erwartet und diese gute Resonanz stimmt mich sehr froh. Doch leider muss man manchmal im Leben vernünftig sein. Ich muss es in jedem Falle und habe deshalb wenig Zeit mich dem Thema weiter zu widmen. Um so mehr freue ich mich, dass es dem DSS- Enthusiasten Wiedja Musebrink gelungen ist, unter der Adresse www.deutscher-soldatensender.de eine eigene Webpräsenz aufzusetzen.
Hier können Sie, werte Leser, mit Sicherheit noch recht viel Neues über den DSS erfahren. Vielleicht können Sie ja auch das Projekt von Wiedja Musebrink mit unterstützen. Denn der Traum von DSS- Fan Musebrink war und ist eine DSS- Community.
Unabhängig davon bin ich, soweit es meine Zeit erlaubt, auch gern weiterhin für Ihre Vorschläge zu meinem Beitrag über mein Leben mit dem DSS für Sie da.
Tja, ich bin mittlerweile schon 60 Jahre,aber in meiner Jugendzeit hab ich immer mit Spannung auf die sendung gewartet,hatte ja mal nur das \"Micki\" besessen,hab dieses auch beim Ruderboot fahren dabei gehabt,es hat mir stets Spass gemacht den sender mit der Musik zu hören,doch eines tages konnte man ihn nicht mehr Empfangen,wir waren der Meinung, dass die DDR -Stasi diesen aufgemöbelt haben oder hatten,ich bin dann danach auf Rias 2 umgesattelt,hatte sogar versucht über ne Deckadresse kontakt zu bekommen, aber denk mal diese sch... stasi hat auch diesen abgefangen,leider, ich bin ja aus dem ehemaligen Westberlin durch einen besch. ... Zufall nach Ostberlin gekommen war da am 8 August bei meiner Tante und dem Onkel mit einer Schwester zu besuch,und am 13 August kamen wir nicht mehr zurück nach Spandau!
Kommentar:
16
von:
Jürgen Roth
am:
11.02.2011
um:
16:15:00
Kommentar:
der Deutsche Soldatensender hat 1971 seine Sendetätigkeit eingestellt.Ich war von 04.05.70 bis 29.10.71 in Brandenburg/Briest stationiert,bei den Hubschraubern.Wir waren alle erschüttert ,schon etwa 5Monate vor meiner Entlassung ,machts gut Nachbarn,die tolle Zeit vergesse ich nie.
Kommentar:
15
von:
Peter Eckelmann
am:
20.01.2011
um:
22:41:07
Kommentar:
Hallo Freunde und Anhänger des DSS 935
Ich war einer der geladenen Hörer die am 01.10.2010 das 50.jährige Jubiläum des Senders begehen durften.
Ich werde den Abend in guter Erinnerung behalten. Die Informationen und Gespräche von "Martin" und "Thomas" waren für mich sehr informativ, viele neugierige Fragen haben die beiden ohne Umschweife beantwortet.
Umso mehr freue ich mich über die Einladung des Herrn Henning, der zur damaligen Zeit Sendetechniker in Burg war und einige technische Ausführungen gemacht hat.
Zum Soladtensender selbst kann ich nur sagen, er war für mich persönlich einer der besten seiner Zeit, da er immer die beste Musik für uns Jugendliche in der ehemaligen DDR brachte. Auch während meiner NVA - Zeit ( Nov. 70 bis Apr. 72 ) gehörte der DSS 935 zum Standardhörprogramm der Soldaten. Großzügig sahen die Offiziere darüber hinweg, wenn die Soldaten "ihren Sender " hörten.
Viele Probleme der Soldaten konnten zumindest für Stunden der Sendezeit des DSS 935 in Vergessenheit geraten, dafür habe ich "Martin" und "Thomas" am 01.10.2010 meinen Dank von vielen tausend Soldaten übermittelt.
Das war mir eine große Ehre.
Egal wie man über den DSS 935 denkt, ich werde ihn immer in sehr guter Erinnerung behalten.
Kommentar:
14
von:
Hans- Jürgen Wodtke
am:
13.10.2010
um:
08:08:35
Kommentar:
Liebe Freunde und Interessenten des Soldatensenders Sie finden unter http://www.openpr.de/news/474744/Hier-spricht-der-Deutsche-Soldatensender-Macher-und-Hoerer-trafen-sich-zum-50-Sendejubilaeum-in-Berlin.html einen Bericht zum Treffen anässlich des 50. Sendejubiläums.
Bitte besuchen Sie auch die Webseite www.deutscher-Soldatensender.de von Wiedja Musebrink.
Kommentar:
13
von:
Thomas
am:
10.10.2010
um:
18:23:56
Kommentar:
Hallo, ich vermisse Fotos von den bis jetzt
bekannten Sprechern - den Martin und den Thomas. Beim Treffen am 1.10.2010 gabs doch auch viele Fotos.
Kommentar:
12
von:
rainer pagel
am:
16.02.2010
um:
21:56:27
Kommentar:
Habt Ihr ihn ....alle vergessen????
Kommentar:
11
von:
ralf wünsche
am:
19.11.2009
um:
14:28:17
Kommentar:
die damaligen subversiven sender der ddr gegen die brd waren für uns als damalig jungendliche vglb. den sender der briten , amis und franzosen mit viel popmusik und freien nachrichten zb. über sex , was bei den damaligen öffentlich.- rechtl. wie ndr / wdr mehr als verpönt und oder als musik nicht auftauchte - eben als undeutschte musik nicht angesehen gewesen ist !
Kommentar:
10
von:
Dr. Otto Rottmann
am:
20.09.2009
um:
18:52:03
Kommentar:
Sorry, habe gerade erst festgestellt, dass den von mir entdeckten Fehler schon ein anderer Kommentator erwähnt hat.
Aber eine andere Frage: Martin und Kathrin sind ja inzwischen bekannt, wie sieht es mit Ulli, Karaola und Heike aus? Weiß das jemand?
Kommentar:
9
von:
Dr. Otto Rottmann
am:
20.09.2009
um:
18:48:13
Kommentar:
Hallo,
"der einzige Sender, der nicht unter Regierungskontrolle steht", war die Ansage des Deutschen Freiheitssenders 904, der sich mit 935 die Anlagen in Burg teilte.
Übrigens, 935 war bei mir so beliebt, dass ich ihn auf meiner HP erähnt habe.
Beste Grüße
Kommentar:
8
von:
Karsten Möhring
am:
09.05.2009
um:
00:54:33
Kommentar:
Hallo zusammen.
Ich kann mich auch noch sehr gut an den "Deutschen Soldatensender" erinnern. Durch meine Schwester (6 Jahre älter) bin ich da eingeführt worden. Obwohl gerade an der Schwelle zum Jugendlichen (1972 bei Abschaltung gerade 13 Jahre alt) war der DSS Kult und täglicher Muß, egal wie die Empfangsqualität war (Neißeregion, Bezirk Cottbus). "Kanonade des DSS" ist bekannt, auch "Im Zeichen der Windrose - ein Blick hinter die NATO-Kulissen" als politischer Beitrag. Letztlich vor einem halben Jahr gab es einen MDR-Filmbeitrag direkt zum DSS, in dem einer meiner Lieblingsmoderatoren ("Martin" - hatte so eine angenehm moderate Stimme) auch auftrat. Daß es sich bei dem DSS eigentlich um einen NVA-Sender in geheimer Mission handelte, ist erst nach der Wende so richtig bewußt geworden. Hat auch keine Rolle gespielt, der Kult um die Musik der Zeit war entscheidend, auch die geheime Mission auf der Mittelwelle (wo doch UKW schon Usus war). Ich wurde später wieder an den DSS in anderem Zusammenhang erinnert, als nach der Wende unser (dann) höchst geliebtes DT64 auf die Mittelwelle 1044 kHz verbannt wurde. Das waren dann plötzlich 1992 wieder Dampfradiozeiten (aber eine andere Geschichte). Ich verbinde mit dem DSS einfach nur Kult und eine aufregende Zeit, in der zwischen den Welten und Zeiten solche Konstrukte geschaffen wurden und bis heute hüben wie drüben Spuren hinterlassen haben und auch Menschen geprägt haben. Heute so abenteuerlich nicht mehr möglich !
Der Kollege, der seine Jugendmusik sucht --> vielleicht die Rattles mit "The Wish", Lyn Anderson mit "Rosegarden" oder Whonderland mit "Moscow" ...? Titel, die ich ohne den DSS wohl nie gekannt hätte ... , Gruß Euch allen alten Zausel, die sowas gehört haben ...
Kommentar:
7
von:
Herbert Muller
am:
06.05.2009
um:
11:40:59
Kommentar:
Hallo,Ich war zur Glanzzeiten der beiden Sender(Soldaten-u.Freiheits,,)bei der Bundeswehr in Ahlen(Westf)stationiert,,Hatte auch über den DSS Brieffreundschaften gehabt,,obwohl die Post ,die ich von den ,,Mädchen; bekam,erst zum MAD ,der auch immer wieder in unserer Kaserne war gingen,und die ich mir dann nach ein paar Fragen von denen immer abholen musste,(wegen Spionage Verdacht)Ich fand die beiden Sender sehr toll,nur wegen der Musik,,obwohl in den frühen 70gern die ;;See Piraten(Radio Nordsee,Radio Veronica,und Caroline auf der Mittelwelle gut zu empfangen waren,Wer hat denn noch Mitschnitte vom DSS DFS904???Würde mich freuen positive Post zu bekommen,,MfG Herbert M,,:
Kommentar:
6
von:
UWE LINDNER
am:
28.01.2009
um:
14:04:15
Kommentar:
Als ehemaliger ,treuer, Hörer des Deutschen Solatensenders suche ich dringend jemanden,der event.die Musiktitel der Jahre 68-70 gesammelt oder notiert hat!Weil in diesen Zeitraum, auf diesen Sender ,mein Lieblingstitel lief. Gruppe und Titel ist mir nicht bekannt Danke!
Kommentar:
5
von:
Wiedja Musebrink
am:
11.01.2008
um:
10:21:33
Kommentar:
Hallo Herr Wodtke,
habe im Internet betreff Ihren Beitrag zur Geschichte des Deutschen Soldatensender 935 gelesen-überaus interessant und informativ.
Auch ich gehörte -oder gehöre-zu den Stammhörern,konnte den Tag ohne den DSS nicht ablaufen lassen.Ein Muß für alle seine Fans,nicht wahr?
Bin Stralsunder,war Soldat in Prora und gerade dort wußte man bestens über den Soldatensender bescheid- soweit es möglich war,kamen diese und jene Infos ans Tageslicht.
Ja,das Gerücht-das der Sender aus Burg kam-hielt sich hartnäckig und bekam Nährboden.Nur heimlich,wenn die Offiziere im Regiment unterwegs waren,konnte man alle Sendungen hören-dann aber "volle Pulle".
Ich habe sogar noch den Kopfhörer,den Sie auf der besagten Seite gestellt haben-Erinnerungen vergangener Zeit....
Vielleicht,wenn es Sie interessiert,schaun Sie sich doch mal meine "Fan-Seite"in?
www.deutscher-soldatensender.gratis-homepage.de
[http://www.deutscher-soldatensender.gratis-homepage.de]
Mal abwarten,ob sich noch Ehemalige finden und melden werden-wäre doch prima, den Sender neu zu polieren,oder?
Danke für Ihre Aufmerksamkeit und aus Hamburg freundliche Grüsse
Wiedja Musebrink
Kommentar:
4
von:
Klaus Bense
am:
23.05.2006
um:
11:18:37
Kommentar:
"Der einzige Sender, der nicht unter
Regierungskontrolle steht"
hier wird eine Ansage mit dem
Deutschen Freiheitssender verwechselt..
Der DSS hat auf eine Höreranfrage nach
seinem Standort einmal gesagt:
In den Grenzen Deutschlands von 1937..
Klaus Bense Wolfsburg
Kommentar:
3
von:
Hans- Jürgen Wodtke
am:
18.03.2006
um:
18:02:38
Kommentar:
Ergänzung zum Beitrag: Quelle MDR
Auf dem Deutschen Soldatensender wurde vor allem aktuelle Popmusik gespielt, die vorher beim RIAS, dem SFB oder bei AFN mitgeschnitten worden war. Nur ganz selten bekam die Redaktion aus Westdeutschland ein paar Schallplatten geschickt. Neben der Musik brachte das Programm Wortbeiträge, die aus neu geschnittene Berichte westdeutscher Korrespondenten, vermischt mit DDR-Propaganda, bestanden. Soldaten der Bundeswehr hörten den Sender durchaus, was in der Bundeswehr zumeist gelassen gesehen wurde. Allerdings sammelte der Sender auch Hörerpost von Bundeswehrsoldaten, die dann geheimdienstlich ausgewertet wurde. Beliebt war der Deutsche Soldatensender vor allem in der DDR, denn er brachte Musik, die im Rundfunk der DDR sonst nicht zu hören war.
Im Zuge der Verhandlungen um den deutsch-deutschen Grundlagenvertrag vereinbarten DDR und BRD auch ein Ende illegaler Propagandaaktionen. Da der Deutsche Soldatensender legal nie gesendet hatte, wurde er in diesem Zusammenhang per Befehl des DDR-Verteidigungsministers am 30.06.1972 abgeschaltet.
Kommentar:
2
von:
Hans- Georg Baers
am:
05.02.2006
um:
19:44:15
Kommentar:
Auch wenn ich ein wenig mitreden kann, was den DSS anbelangt, so muss ich mir jedoch eingestehen, dass es nur ein lückenhaftes Wissen ist. Sicherlich würden nach und nach beim Erzählen mit anderen oder beim Abhören von Bändern wieder Lücken geschlossen werden.
"Bum, bum, bum, bum" usw. "Hier ist der DSS, wir senden täglich von 6.15-6.45,8.15- 8.45, 12.30- 13.30, 18.15- 18.45, 20.15- 20.45, 23.30- 1.30." Diese Zeiten müßten zu 90% stimmen.
Donnerstag oder Freitag 20.15- 20.45 "Hier ist die Kanonade des DDS". Gleich nach der Ankündigung setzte die erste Musik ein. Sie brachte meines Erachtens fast non stop die neuesten Hits.
"Im Fadenkreuz" war eine Sendung, die Aktuelles über die Bundeswehr brachte. Dann gab es eine Sendung, die hieß " Vom Bund für den Bund ". Dort veröffentlichte man Briefe bzw. legte dienstliche oder persönliche Probleme von Bundeswehrsoldaten dar.
Starfighter F 16 wurde, da häufig abgestürzt, immer als fliegender Sarg bezeichnet.
Dann gab es Ende der 60er Jahre, ich glaube 1967 oder 1968 die Nagoldaffäre. Er wurde Schleifer vom Dienst genannt. Beim Überwinden eines Wasserhindernisses ( Fluss, Name vergessen ) kamen damals mehrere Bundeswehrsoldaten unter Leitung seiner Ausbildung ums Leben.
Namen von Ansagern sind mir leider nicht mehr bekannt.
Kommentar:
1
von:
Hans- Jürgen Wodtke
am:
20.01.2006
um:
18:25:13
Kommentar:
Mehr Infos zum DSS
Hier spricht der deutsche Soldatensender ...
Zwei geheime Rundfunkstationen der DDR standen am 27. Januar 2006 im Mittelpunkt des militärgeschichtlichen Abends in der Bücherstadt Wünsdorf. Der Deutsche Soldatensender und der Freiheitssender 904.
Sender, die den ideologischen Kampf im Äther mitbestimmten, Sender über deren Organisation, Struktur und Auftrag öffentlich wenig bekannt ist. Klaus Behling hat über Jahre recherchiert, Material gesammelt und hat aus den bisher unveröffentlichten Dokumenten neue Erkenntnisse und Zusammenhänge erläutert. Behling ist sogar im Besitz einiger der seltenen Hörbeispiele, denn die meisten Sendebänder wurden aus Kostengründen von den Rundfunkmachern immer wieder neu überspielt.