Vom Steinbeil bis zum Bombentopf
Bert Krüger
archäologische Schätze und Überraschungen liegen nicht nur im märkischen Sand verborgen. Auch in den Depots unserer Heimatmuseen schlummern viele archäologische Kulturgüter. Hier können Archäologen bemerkenswerte Funde machen. Nicht selten schon vor 100 Jahren ausgegraben, teilweise weitergetauscht oder verkauft, sind sie oftmals in Vergessenheit geraten.
Auf den Dachböden und in den Depots vieler Museen warten sie heute auf ihre Wiederentdeckung. Auch im Heimatmuseum Falkensee gilt es, die Zeugnisse unserer frühen Vergangenheit wieder ans Licht zu
bringen.
Im Rahmen meiner geplanten Magisterarbeit an der
Humboldt-Universität zu Berlin soll nun die ur- und frühgeschichtliche Sammlungsgeschichte des Falkenseer Heimatmuseums fortgeschrieben werden. Die Museumsleiterin
Gabriele Helbig und der Verein der Freunde und Förderer des Heimatmuseums unterstützen dieses Projekt.
Im Sommer 2005 habe ich damit begonnen, die vorhandenen Objekte zu sichten und zu fotografieren. In naher Zukunft werden die Fundstücke katalogisiert und wissenschaftlich aufgearbeitet. Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen dazu beitragen, die momentane Ausstellung zur Ur- und Frühgeschichte des östlichen Havellandes neu zu gestalten.
Die jetzige Ausstellung wurde vor über 15 Jahren erarbeitet. Bedingt durch die letzten Umzüge ist sie unfreiwillig durcheinander geraten. Aktuelle Neufunde sowie die gewonnenen Erkenntnisse der intensiven Ausgrabungstätigkeit der letzten Jahre sollen die künftige Ausstellung auf den neuesten Forschungsstand bringen. In diesem Sinne beabsichtigt die Arbeit die Sammlung dauerhaft zu erhalten, um auch nachfolgenden Generationen ein Stück regionaler Identität zu bewahren.
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