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Neues über das älteste Bauwerk von Falkensee



Die Seegefelder Kirche in der -Bahnhofstraße ist nicht nur die älteste Kirche der Stadt, sie ist überhaupt ihr ältestes erhaltenes Bauwerk, das alle Zeiten bis auf den heutigen Tag überdauert hat. Ihre Geschichte reicht bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück. Die Kirche war ursprünglich ein kleiner rechteckiger Feldsteinbau mit einem querrechteckigen Turm aus Backsteinen, eine Wehrkirche, die in Kriegsnöten Schutz bot, aber auch die verheerende Feuersbrunst von 1601 überstand. Auf halber Höhe befindet sich im Turm ein fensterloser, mit einem Tonnengewölbe versehener Raum, der offensichtlich als besonders sichere Zufluchtsstätte diente. Im Turm, der auf allen Seiten Schallöffnungen hat, hängen jetzt vier Glocken, zwei davon aus dem 16. Jahrhundert. Zwei große Stahlgußglocken wurden als Ersatz für eingeschmolzene Bronzeglocken nach dem 1 .Weltkrieg ergänzt. 1662 stiftete der Patron von Seegefeld, Hans-Georg von Ribbeck II. (1601-1666), der Kirche ihren Altar. Die querrechteckige Predella stellt Jesu Abendmahl mit seinen Jüngern dar, in deren Gesichtern sich die Menschen aus Seegefeld abgebildet sehen konnten. Das Hauptfeld zeigt die Kreuzigung Jesu, es wird flankiert von je einem Säulenpaar. Der gleiche Künstler hat offenbar auch die von einer Säule getragene Kanzel mit den Darstellungen der vier Evangelisten gestaltet sowie die hölzerne Taufe, ebenfalls aus dem Jahr 1662. Eine mit dieser Jahreszahl verbundene Angabe "renoviren und mahlen" legt nahe, daß der Künstler eine Vorgabe hatte, die in die Renaissancezeit führt. Auf diese Zeit könnte auch ein Detail in der Predella hinweisen: eine im Hintergrund geöffnete Tür zeigt, wie Jesus in Gethsema-ne betet - eine Verbindung zweier biblischer Geschichten, die sich auch sonst in mittelalterlichen Gemälden findet.Die Ungekürzte Version des Artikels finden Sie im Heimatjahrbuch 2002 für Falkensee und Umgebung

Bearbeitet von Team des Havelland-Kiosk


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