Rathenow, die verschwundene Stadt
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Die Entwicklung der Rathenower Altstadtinsel von 1945 bis 2006 als Ausstellung im Informationszentrum auf dem LAGA-Gelände
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Begleitende Broschüre zur Ausstellung in der Bearbeitung
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(im Vordergrund) Nadine Wodtke
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Wolfram Bleis
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Seit der Eröffnung der Ausstellung
“Rathenow, die verschwundene Stadt“ im Informationszentrum der LAGA in Rathenow, ist das Interesse bei den LAGA -Besuchern an der Ausstellung immer noch sehr groß. Zahlreiche Besucher erkundigen sich immer wieder beim Team des Informationszentrums nach Begleitmaterial zur Ausstellung.
An diesem Informationsmaterial in Form einer Broschüre wird seit kurzem mit Hochdruck gearbeitet.
Erarbeitete wird diese Broschüre von der Berliner Dipl.-Ing. für Architektur Nadine Wodtke sowie dem Rathenower Architekten und Historiker Wolfram Bleis.
Die im A4-Format erscheinende Broschüre wird zahlreiche noch nicht veröffentlichte Bilder und begleitende Informationen zur Rathenower Altstadtinsel beinhalten.
Die Autoren hoffen darauf, dass die Broschüre ab Ende August 2006 dem interessierten Leser zur Verfügung steht.
Stand: 19.Juli 2006
Bundesminister für Verkwehr, Bau und Stadtentwicklung, Wolfgang Tiefensee zu Gast auf der LAGA
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Wolfram Bleis erläutert Bundesminister Wolfgang Tiefensee Details der Austellung
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Bei seinem Besuch auf der LAGA in Rathenow konnte Wolfram Bleis Bundesminister Tiefensee im Rahmen einer Stadtführung durch die Rathenower Altstadt auch die Auststellung "Rathenow, die verschwundene Stadt vorstellen und erläutern. Der Minister äußert sich über die Qualität und den Inhalt der Ausstellung sehr lobend und wünschte sich ähnliche Initiativen auch in anderen Städten.
Foto: Kuberski
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| Letzte Abstimmungen zur Austellung am 12.04.06 im IBE Wodtke, (v.l.) B. Faber-Schmidt und Dr. H. Churma (Kulturland Brandenburg e.V.), Architekt W.Bleis (HABI-Tourist) - verantwortlich für die Inhalte, D.Dahm (wodtke-media) - verantwortlich für Layout und Grafik |
Bilder einer versunkenen Stadt
Ausstellung in der LAGA-Mühle
RATHENOW Im Auftrag des Rathenower Heimatbundes e.V. entstand in den letzten Tagen eine interessante Ausstellung zur jüngsten Entwicklung der Rathenower Altstadtinsel im Zeitraum von 1945 bis 2006. Sie ist in der LAGA-Mühle zu sehen. Der Rathenower Heimatbundes e.V. hatte sich bei Kulturland Brandenburg e.V. im Vorfeld erfolgreich für eine anteilige finanzielle Unterstützung des Projektes beworben.
Die Umsetzung des Auftrages erfolgte in Kooperation zwischen dem Rathenower Architekten und Stadthistoriker Wolfram Bleis sowie im Büro des Heimatbundes. Dabei übernahm Wolfram Bleis die inhaltliche Aufarbeitung und das Büro die Layoutentwicklung und grafische Darstellung des Themas.
Bis zum 15. Oktober können sich jetzt Interessierte auf acht Schautafeln im Informationszentrum der Landesgartenschau, auf dem Gelände der alten Mühle, über die Entwicklung der Rathenower Altstadtinsel informieren. Neben einem kurzen Überblick zur über 800-Jährigen Geschichte Rathenows, widmen sich zwei weitere Tafeln der Situation kurz vor der Zerstörung 1945. Erstmalig werden dem Betrachter Informationen zum damaligen Bestand an Wohn- und Geschäftsgebäuden vermittelt.
Die nächste Tafel zeigt die erschütternde Situation nach dem Ende des II. Weltkrieges. Die restlichen vier Tafeln widmen sich den weiteren gravierenden Veränderungen im Zeitraum ab Kriegsende bis zum Jahre 2006.
Mit der Aufarbeitung der jungen Geschichte der Altstadtinsel erfolgten die erste wissenschaftliche Dokumentation zum Thema und der Nachweis, dass es sich bei der Rathenower Altstadt tatsächlich um eine verschwundene Stadt handelt. Denn heute findet man auf dem Gelände der Rathenower Altstadtinsel nur noch maximal 13 Prozent von der vor Kriegsende vorhandenen Bebauung wieder.
Quelle: MAZ vom 26.04.2006
Austellung wird eröffnet

Am kommenden Samstag, den 22.04.2006 wird um 11.00 Uhr auf dem Gelände der Landesgartenschau Rathenow die Ausstellung „Rathenow - Die verschwundene Stadt" eröffnet. Die Schau ist ein Beitrag des Themenjahres „Horizonte Kulturland Brandenburg" zum Rahmenprogramm der Landesgartenschau. Die Ausstellung zeichnet die städtebauliche Entwicklung Rathenows ausgehend vom Jahr 1945 bis in die Gegenwart nach. Am Beispiel der Altstadt wird gezeigt, wie ein über Jahrhunderte gewachsener Stadtkern mit einer anerkannten Zentrumsfunktion nach der fast vollständigen Zerstörung in den letzten Kriegstagen 1945 zum städtischen Randgebiet geworden ist. Trotz der fast

völligen Zerstörung der Altstadt 1945 und in der Folgezeit sind dennoch Beispiele aller Architekturepochen seit der Christianisierung im 12. Jahrhundert erhalten geblieben. So spiegeln sich beispielsweise in der Backsteinbasilika der Sankt- Marien- Andreas- Kirche sowohl Spuren der Romanik, als auch der Gotik wider. Dokumentiert werden in der Ausstellung auch die städtebaulichen Konzepte, mit denen versucht wird, die verloren gegangene städtische Funktion wiederzugewinnen. Präsentiert wird die Schau in der Alten Mühle, dem zentralen Eingangsbereich der Landesgartenschau.
Quelle: MAZ vom 21.04.2006
Havel oder Orinoko?
Günter Thonkes Weltbetrachtung
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Rathenower Altstadtinsel nach dem 8. Mai 1945 ( rot- unzerstörte, gelb- zerstörte Nutzgebäude) Insgesamt wurden mehr als 50% der Nutzgebäude durch Kriegseinwirkungen in den letzten Kriegstagen zerstört
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Über zwei Generationen ist Frieden im Land. Der war Jahr-. zehnte lang hart am Rand genäht gewesen, ehe sich neue Horizonte öffneten. Manches läuft auch danach nicht wie erträumt und erhofft. Wir versuchen aber das Beste daraus zu machen.
Die verschwundene Stadt Anno 1945 kehrt so nicht wieder. Sie hatte auch negative Seiten gehabt, aber vielen alten Menschen geistert nur das Positive in der Erinnerung. Nachgewachsene erinnern sich der Trümmer ihrer Jugend. Die Enkel sehen das Heutige oft schon wieder überholt.
„Uns allen zur Liebe" wird die Untere Havel renaturiert. Ob sie zum Wadi, wie in der Sahara, oder zum Urwald, wie am Orinoko, mutiert, wissen wir nicht genau, denn die Zukunft lag schon immer im Dunklen und manches kam oft anders als geglaubt.
An der LAGA ist indes kein Zweifel mehr. Trotz verspäteten Frühlings hat die Stadt diese Ehre verdient. Ratgebenden und helfenden Händen einer höheren Etage, die gab es. Außer den Fettnäpfen müssen auch die Fördertöpfe bekannt sein. Gewusst wo und gewusst wie und im richtigen Moment laut „Hier" zu rufen, das rechte Maß aufzuweisen und dabei bescheiden geblieben zu sein, das erteilte „uns allen zu Liebe" die Zusage. Wichtig wird die Zeit des Erhaltens und Nutzens danach. Da wird auch noch ein starker Bürgersinn für Ordnung gefragt sein, der sich nicht zum Spielball von Außenseitern machen lassen darf. g. th.
Quelle: MAZ vom 04.05.2006
Fotos und Repros: IBE Wodtke
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