Ein Schleusenspucker „spuckt"Unternehmerverein „vollendete" Roths SkulpturRathenow (mko). Im vergangenen Jahr wurde die Skulptur enthüllt: Einen Tag vor dem Beginn der Landesgartenschau 2006 zeigten sich die „Schleusenspucker" erstmals an ihrem Platz am Alten Hafen.
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Haben alle Anteil an den "Schleusenspuckern": Mitglieder des Vereins "Unternehmer für Rathenow e.V."
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Vor allem dem Unternehmer Klaus Fürstenberg ist es zu verdanken und natürlich dem Verein „Unternehmer für Rathenow e. V", dass dieses Projekt quasi mit der Enthüllung beendet werden konnte. Doch irgendetwas fehlte noch. Ja klar, es sind Schleusenspucker, doch warum spucken die eigentlich nicht?
Diese Frage hatte die Mitglieder des Vereins schon während der „Bauphase" bewegt und so hatte der Künstler Volker- Michael Roth schon vorsorglich in eine Figur ein Rohr eingebettet, durch das einmal Wasser fließen könne. Doch die finanziellen Möglichkeiten waren im vergangenen Jahr erst einmal erschöpft, sodass die „Spucker" ihrer eigentlichen Tätigkeit vorerst nicht nachgehen konnten. Das war dann endlich am vergangenen Freitag der Fall, als sich wieder Honoratioren, Unternehmer und Bürger der Stadt vor der Skulptur versammelt hatten, um den Spuckern das Spucken zu ermöglichen.
Olaf Thonke lästerte in seiner Begrüßung, dass „wir nun mit der unschönen Verstärkeranlage das Denkmal verstellen, sie aber leider nicht ihren Zweck erfüllt", aber der Bäckermeister und Chef des Unternehmervereins war trotzdem gut zu verstehen. Thonke begrüßte insbesondere Bürgermeister Ronald Seeger, der das Denkmal in städtischen Besitz übernahm. Seeger erinnerte sich, dass, als er vor wenigen Wochen an der Skulptur vorbei ging, er da das „Flattern" bekam, wer denn da wieder sein Unheil betrieben hätte, doch es waren nur die Arbeiten im Gange. Das Stadtoberhaupt dankte den
Unternehmern für ihr Engagement und erinnerte an die Kosten, die bei rund 5.000 Euro gelegen haben sollen. „Das ist aus meiner Sicht ein Glanzstück des Vereins, eine Erfolgsgeschichte. Herzlichen Dank an alle, die sich hier eingebracht haben." Einige Schwierigkeiten waren beim Bau zu überwinden: Durch die Spundwand musste ein Loch, 1,5 m unter der Wasseroberfläche, geschweißt werden, der Elektroschrank befindet sich in rund 20 m Entfernung, unter der Skulptur ist die Pumpe mit dem Impulsgeber, der den Spucker alle paar Sekunden (von 10 - 2C Uhr) spucken lässt. Erika Lindemann aus Bützer war voll des Lobes über das „Ding". „Die Skulptur ist einmalig schön, besonders der Hund gefällt mir sehr gut. Wir dürfen nicht vergessen, an welch schwierige Zeit mit diesem Denkmal erinnert wird...'
Quelle: Preußenspiegel vom 09.05.07
Fotos: mko + Wodtke