Karl der Große gegen das Havelland
Aus der Zeit, da sich diese großen und sehr großen Burgen so zahlreich an den havel-ländischen Flüssen Havel und Peene konzentrierten, findet sich die erste schriftliche Nachricht aus dem Havelland. In verschiedenen fränkischen Annalen dieser Zeit wird berichtet, dass im Jahre 789 ein Feldzug Karl des Großen gegen die Wilzen die Franken und ihre Verbündeten an Havel und Peene" führte. Der Forschung
war nicht bekannt, dass es auch im Havelland einen Fluss Peene1 gab, der bis zur Melioration 1718 - 1724 als natürlicher Vorläufer des Havelländischen Hauptkanals durch das havelländische Luch führte, das auf etlichen älteren Landkarten zuvor mit „Langer Peen moor" bezeichnet wurde (s. Kartenbeilage 1). Ohne von der havelländischen Peene etwas zu wissen, entbrannte unter den Forschern ein heftiger Disput, ob das Hauptziel des Feldzuges, die Civitas des wilzischen König Dragowit, im Land an der Havel2, oder an der mecklen-burgisch-vorpommerschen Peene 3 zu lokalisieren sei. Der Feldzug fand in der fränkischen Annali-stik ein außerordentlich großes Echo. Aus den Einzeldarstellungen der verschiedenen Annalen ergibt sich folgendes Bild: „789. Damals gelangte König Karl zum zweitenmal durch Sachsen bis zu den Slawen, die man Wilzen nennt ..."', „... jenseits der Elbe ..."•>. Bereits 780,
nachdem König Karl durch Sachsen4 bis an die Elbe gelangt war, „und an einem Ort, wo Ohne und Elbe zusammenfließen bei einem (bereits) in Besitz befindlichen Heeresstandquartier das Lager aufgeschlagen hatte, widmete er die Zeit für die zu schlichtenden Angelegenheiten sowohl der Sachsen, die diesseitig, als auch der Slawen, die jenseits der Flussufer wohnen ..."b - also der Slawen auf der havelländischen Seite der Elbe. Die Ungekürzte Version des Artikels finden Sie im Heimatjahrbuch 2005 für Falkensee
Redaktionell bearbeitet von M. Borgmeier
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