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Vom Ausgang des Mittelalters bis zum Dreißigjährigen Krieg

von Wolfram Bleis, Albrecht Brommauer und Rainer Raute

Nach dem Tod des Markgrafen Waldemars am 14. August 1319 brach auch für Rathenow eine hundertjährige schwere Zeit an. Durch das Auftreten des falschen Waldemars wurde das Land in Zwiespalt gebracht. Nachdem Markgraf Ludwig von Bayern in den Kämpfen um die Macht in Brandenburg gesiegt hatte, öffnete ihm Rathenow im Jahr 1351 die Tore und huldigte ihm. Als Gegenleistung verpflichtete sich der Markgraf zum Schutz der Stadt und sicherte ihr die Zugehörigkeit zu Brandenburg zu. Weiterhin übergab er am 27. 2. 1351 der Stadt die markgräflichen Wassermühlen gegen eine Erbpacht und gestand ihr das Recht zu, in den markgräflichen Forsten Bauholz für die Verstärkung der Befestigungsanlagen zu schlagen.
Als 1388 Jobst von Mähren mit der Mark Brandenburg belehnt wurde, verschlechterten sich auch die Verhältnisse für Rathenow. Der neue Markgraf hielt die Schutzverpflichtung nicht ein. Truppen des Erzbischofs von Magdeburg überfielen die Mark Brandenburg. Sie eroberten die Burg Milow und äscherten sie ein.

Die ungekürzte Version dieses Artikels finden Sie im Rathenower Heimatkalender aus dem Jahre 1991.

Redaktionell bearbeitet von M. Borgmeier


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