Vorwort zur 1.Auflage
„Die letzten Tage im Krieg und die ersten Wochen im Frieden- hier bei uns in der Region“ lautete das Thema der 2. Geschichtswerkstatt im September 2005 im havelländischen Böhne.
Ziel der Veranstaltung war es die letzten Tage des 2. Weltkrieges und die sich daran anschließende Zeit möglichst realitätsnah wieder zu spiegeln.
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Nadine und Hans- Jürgen Wodtke bei der 2. Geschichtswerkstatt in Böhne
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Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich nur Wenige und dann auch nur sehr lokal, mit den letzten Kriegstagen des 2. Weltkrieges in der Region Elbe-Havel-Winkel und Westhavelland und der unmittelbaren Zeit danach aus einander gesetzt.
Das ist verwunderlich wenn bedenkt, wie lange und verbissen in diesem Gebiet noch gekämpft wurde, obwohl der Untergang des 3. Reiches bereits längst besiegelt war. Deshalb haben wir uns entschlossen die markantesten Beiträge der 2. Geschichtsveranstaltung zusammen zu stellen und in der vorliegenden Broschüre zu publizieren. Dabei bilden die beiden ungekürzten Tagebücher von Margarethe Funke und von Otto Rathgens den Schwerpunkt der Broschüre.
Die Tagebuchaufzeichnungen sind zeitnah und unter dem unmittelbaren Eindruck des Erlebten entstanden und spiegeln jeweils sehr nachhaltig die Situation wieder in der sich die
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Enkel von Otto Rahtgens im Gespräch mit Wolfram Bleis bei der 2. Geschichtswerkstatt in Böhne
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Autoren der Tagebücher und deren Mitmenschen zu dieser Zeit befanden.
So sind die Eintragungen auch jeweils ohne die uns heute vorliegenden umfangreichen Kenntnisse über Kriegsverbrechen, Greultaten und Holocaust entstanden. Die damals stark eingeschränkte Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten haben beide Tagebuchautoren auch zu Vermutungen und Spekulationen bewegt die sich nicht in jedem Fall heute belegen lassen.
Dennoch handelt es sich bei den Tagebuchaufzeichnungen um unschätzbare Werte für die Aufarbeitung unserer jüngeren regionalen Geschichte.
Die in der Broschüre ebenfalls enthaltenen Berichte von Zeitzeugen, die über ihr Erlebtes berichten, ergänzen oft die Tagebuchaufzeichnungen und tragen zu einem tiefen Einblick in die
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Lilli Tross und Nadine Wodtke beim betrachten der Ausstellung anläßlich der 2. Geschichtswerkstatt in Böhne
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Geschehnisse des Jahres 1945, hier in unserer Region bei.
Dennoch können wir mit der vorliegenden Broschüre nur Episoden aus dieser Zeit wiedergeben. Doch ein Anfang ist damit gemacht und weitere mit dem Thema sich befassende Veröffentlichungen werden in der Zukunft die vorliegende Broschüre ergänzen.
Wir möchten auf diesem Wege besonders Lilli Tross aus Bentsheim, Fritz Burgemeister aus Waldenbuch und Michael Crone aus Kierspe für die finanziell Unterstützung danken. Danken möchten wir auch dem Architekten und Stadthistoriker Wolfram Bleis für die inhaltliche Beratung und Dr. Bettina Götze für die Korrektur des Manusskriptes.
Weiterhin danken wir allen, die uns den Abdruck ihrer Berichte und Erlebnisse gestattet haben.
Dank geht auch an den Wirtschaftsförderverein Milower Land e.V. der die finanzielle Organisation der Broschüre übernommen hat.
Nadine und Hans- Jürgen Wodtke Böhne im Mai 2006
Leserstimmen
.......hier meldet sich die Familie Tross aus Bensheim. Noch sind wir nicht dazu gekommen, alles ausführlich nachzulesen, aber der erste Eindruck ist wirklich großartig. Sie haben eine tolle Leistung vollbracht, und wir sind sicher, alle werden das bestätigen.
Wir können uns vorstellen, daß alle Beteiligten stolz sind, an so einer gelungenen Publikation mitgewirkt zu haben. Das wird ein wichtiges Dokument für die ganze Region bleiben, auf die Sie stolz sein können, ganz zu schweigen von der redaktionellen Arbeit, die Sie geleistet haben, um unsere Beiträge in die richtige Form zu bringen.
Lilli und Wolfgang Tross
Pressegespräch am 08.Juni 2006 Pressestimmen
zur Popularisierung der Broschüre
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Detlef Meyer (li), Vorsitzender des Wirtschafts- fördervereins Milower Land e.V. erläuterte der anwesenden Presse die Ziele des Wirtschafts- netzwerkes und damit auch die Motivation zur Unterstützung bei der Produktion der Bro- schüre durch Bereitstellung von Darlehen aus dem Vereinsfond |
Dr. Bettina Götze, GF des KUZ Rathenow GmbH zog kurze Bilanz zu der 2. Gechichtswerkstatt und und gab einen Überblick über die Planungen zur 3. Geschichtswerkstatt Wolfram Bleis (2.v.l), Architekt und Stadt- historiker, erläuterte den Stellenwert den die Broschüre in der Aufarbeitung der regionalen Geschichte einnimmt. |
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Rolf- Peter Bley (li), Mitinhaber des Havelland-Kiosk erzählte, dass besonders von den Gästen der LAGA immer wieder der Wunsch nach mehr Informationen zu den Geschehnissen zum Kriegsende in Rathenow geäußert wird. |
Fotos: IBE Wodtke