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Vierte Geschichtswerkstatt im kommenden Jahr
Thema ist der 17. Juni 1953 und die Zeit davor sowie danach

RATHENOW» (wil) Nach der dritten Geschichtswerkstatt sahen sich die Organisatoren dieser Veranstaltung am Scheideweg. Der Widerstand gegen Hitler, das Kriegsende in der Region und die Bodenreform waren Themen, mit denen sich die Gruppe um Hans-Jürgen Wodtke und Bettina Götze beschäftigte. „Im vergangenen Jahr stellten wir uns die Frage, ob wir weitermachen sollen", sagte Wodtke jetzt im Gespräch mit dieser Zeitung. „Alle, die mit uns zusammen in der Geschichtswerkstatt arbeiten waren der Ansicht, dass dieses Angebot erhalten bleiben muss." Der Höhepunkt jeder Geschichtswerkstatt ist eine Themenveranstaltung. Daneben sind Ausstellungen und Broschüren entstanden. „Schwierig war und ist, das Geld zusammenzukratzen", gibt Hans Jürgen Wodtke zu.
Die vierte Geschichtswerkstatt wird am 18. April 2008 geöffnet. Das Thema steht ebenfalls fest: Der 17. Juni 1953 in Rathenow und Umgebung. „Dabei legen wir Wert, dieses Datum in den Kontext des ganzen Jahres 1953 zu stellen", erläutert Bettina Götze. „Wir wollen deutlich machen, wie es dazu kam, dass der 17. Juni 1953 so ablief und wir wollen auch zeigen, wie es danach weiterging oder wie die Menschen das Ereignis erlebt und verarbeitet haben." Dazu sollen wieder Zeitzeugen berich-
ten. Das Grundgerüst wird aber auch 2008 wieder ein Historiker legen. „Es ist gut, wenn die Ereignisse zunächst objektiv beleuchtet werden", so Wodtke. Ab dem Herbst wollen sich die Mitstreiter der Geschichtswerkstatt wieder regelmäßig treffen, um das Thema und die Veranstaltung vorzu-
bereiten. „Wir sind kein Verein und wollen keiner werden", unterstreicht Wodtke und hofft, dass sich weitere Interessenten melden. „Natürlich wäre es wichtig, Leute dabei zu haben, die uns direkt etwas zum neuen Thema erzählen können."
Der ursprüngliche Name der Werkstatt soll beibehalten werden. Zwar hat die Veranstaltung nur zum Auftakt einmal in Bohne stattgefunden. Dennoch hat sich der Begriff „Böhner Geschichtswerkstatt" inzwischen bei vielen eingeprägt, so dass man auf ihn nicht mehr verzichten möchte.    
Quelle: MAZ vom 22.06.2007                        
► Wer bei der Geschichtswerkstatt mitarbeiten will, meldet sich im Kulturzentrum bei Bettina Götze: © 03385-519030.

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