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zurück Zu dieser Seite sind 17 Kommentare vorhanden! Seite drucken

zum Video bitte hierklickenErnst Dreblow - Partner von Gunther Plüschow 

Ernst Dreblow ,1892 in Stettin geboren, wurde Ingenieur und arbeitete in Berlin. Ab 1927 begleitete er Gunther Plüschow bei der Erkundung Südamerikas aus der Luft. ..... zum Video bitte hier klicken
1931 verunglückten beide tödlich beim Absturz ihres Flugzeuges in Südargentinien.
Die sterblichen Überreste von Ernst Dreblow ruhen seit 1935 auf dem Rathenower Friedhof.

 

Rathenower Schüler haben mit Unterstützung des Rathenower "Torhauses", im Rahmen eines Schülerprojektes, viel Spannendes über Ernst Dreblow und seine Familie erforscht und zusammen getragen. Das Projekt wird weiter geführt.
►► hier zum Beitrag von Rathenower Schülern über das Leben von Ernst Dreblow
Ernst Dreblow war ein geselliger und humorvoller Mensch. Ihn und den Ingenieur Bruno Röder verband eine intensive Männerfreundschaft. In einem Brief aus Südamerika an Bruno Röder schildert er sein Leben und seine Erlebnisse.
►► hier zum Beitrag von Lothar Röder über die Männerfreundschaft  von B. Röder und E. Dreblow
Ernst Dreblow war der Partner von Gunther Plüschow bei der Erkundung von Feuerland. Als Bordingenieur begleitete er Plüschow bis zu ihrem gemeinsamen tödlichen Absturz im Jahre 1931 auf unzähligen Flügen über Südamerika. Die sterblichen Überreste von Ernst Dreblow ruhen auf dem städtischen Friedhof in Rathenow.
►► hier zum Beitrag von Gerhard Ehlers mit vielen Fakten über die Verdienste von Dreblow
  Mehr Informationen über Guther Plüschow findet man auf der interessaten Webseite von Plüschow- Enthusiasten Gerhard Ehlers.
►► hier zur Webseite von Guther Plüschow mit historischen und aktuellen Infos

 

 

 

 ..... hier zu Videos über Plüschow und Dreblow auf you tube


Der Ingenieur, Forscher und Flugpionier Ernst Dreblow
Beitrag von Schülern der Klasse 9 b der Oberschule Rathenow

Ernst Dreblow wurde am 12. Dezember 1892 vermutlich in oder bei Stettin geboren. Zu seinen Eltern, Enst DreblowGeschwistern und Verwandten ist bisher nichts bekannt. Bei Informationen zur Schul-, Berufsausbildung, Kriegsdienst und Studium verhält es sich ebenso. Wir vermuten, dass es sich bei dem berühmten Stettiner Fotografen Max Dreblow um einen Onkel handeln könnte.
Wir wissen, dass Ernst Dreblow ab etwa 1920/22 als Ingenieur bei den Askania-Werken Berlin - Friedenau tätig gewesen sein muss. Zu dieser Zeit hat er bereits in einer Werkswohnung in Berlin gewohnt. Er war mit Frau Paula Dreblow, geborene Nansen, sie stammte aus dem Rheinland, verheiratet. Seine letzte und bekannte Anschrift war die Laubacher Straße 54 in Berlin - Wilmersdorf. Ab etwa Oktober 1927 wurde Ernst Dreblow von den Askania-Werken an den Flieger Gü(u)nther Plüschow, besser bekannt als „Flieger von Tsingtau", als Flugzeugingenieur ausgeliehen. In dieser Funktion nahm er von November 1927 bis Juni 1929 an dessen erster Feuerland- und Patagonienexpedition teil. Hier gelang es, bisher unerforschte Gebiete Feuerlands und Patagoniens zu überfliegen, Film- und Fotoaufnahmen zu machen und das Gelände kartografisch zu erfassen. Dabei transportierten sie die erste Post von Punto Arenas nach Ushuaia. Für diese historischen Leistungen werden beide in Argentinien und Chile noch heute verehrt.
1929 mussten sie ihre Expedition kurz vor dem Ziel aus Geldmangel abbrechen und kehrten nach Deutschland zurück. Während Gü(u)nther Plüschow mit dem Buch „Silberkondor über Feuerland" und Vorträgen Geld für eine neue Expedition sammelte, besorgte Ernst Dreblow die Ersatzteile für das Flugzeug. 1930 brachen beide zur zweiten Reise nach Patagonien auf und setzen ab Dezember ihre Forschungsarbeit fort. Bei der Erkundung des „Pepito-Moreno-Gletschers" in Argentinien stürzten beide während des

Letzte Ruhestätte von Ernst Dreblow in Rathenow

Letzte Ruhestätte von Ernst Dreblow auf dem Rathenower Friedhof

Landeanfluges auf den „Lago Argentino" ab und fanden am 28.01.1931 den Fliegertod. Die Urnen wurden nach Deutschland überführt und am 16. Mai 1931 auf dem Parkfriedhof in Berlin - Lichterfelde beigesetzt.
1935 siedelte Frau Paula Dreblow-Gude zu ihrem zweiten Ehemann nach Rathenow über und überführte die sterblichen Überreste von Ernst Dreblow nach Rathenow und ließ sie auf dem evangelischen Friedhof bestatten.
Ernst Gude war Sohn eines Rathenower Metzgers und Konstrukteur von Beruf. Er besaß in Rathenow ein Fachgeschäft für Radiogeräte und Elektroartikel. Während des Krieges war Ernst Gude, wie viele andere, Soldat. Mit seiner Rückkehr führte er sein Geschäft fort.
Nach dem tragischen Tod seiner Frau im Jahre 1949 verkaufte er sein Geschäft und siedelte nach Berlin, vermutlich in den Westteil der Stadt über, wo er erneut ein Elektrogeschäft betrieben haben soll. Dabei ist vermutlich auch der reichhaltige Nachlass von Frau Dreblow-Gude nach Berlin gelangt. Wir wissen, dass Herr Gude in Berlin erneut geheiratet hat. Die Frau soll zwei Kinder mit in die Ehe gebracht haben. Aber mit dem Tod von Herrn Gude verliert sich bisher die Spur des Nachlasses seiner ersten Frau.
Quelle: MAZ vom 11.07.2007
erstellt durch Schüler der Klasse 9 b der Oberschule Rathenow unter Leitung von  Frau Heidrich
Schulplatz 3 in 14712 Rathenow

 

 

 Die "Tsingtau" das Flugeug von Günther Plüschow und Ernst Dreblow in Argentinien

 
 
Bilder: Hans- Jürgen Wodtke und
  www.portaldenoticias.eu
Redaktionell bearbeitet von Hans- Jürgen Wodtke im Juli 2007

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Männerfreundschaft zwischen Ernst Dreblow und Bruno Röder
von Lothar Röder
„Silberkondor über Feuerland“, ein Buch, das mir als Kind schon in den fünfziger Jahren des vorigen

 Ernst Dreblow

 Ernst Dreblow in Südamerika

Jahrhunderts im Bücherschrank meines Vaters auffiel. In Ermangelung ausreichender kindgerechter Literatur wurde der elterliche Bücherschrank in der Vorwirtschaftswunderzeit zum visuellen Abenteuerspielplatz. Spannende Dinge entdeckte man da, wie zum Beispiel das Buch von Gunther Plüschow aus dem Jahre 1929 mit einer handschriftlichen Widmung des Autors und seines Co-Piloten Ernst Dreblow. Ich bin mir nach so langer Zeit nicht mehr sicher, ob mein Vater mir damals viel über Ernst Dreblow berichtet hatte, mit dem er seit den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts befreundet war.

 

Erst jetzt, fast 40 Jahre nach dem Tod meines Vaters, fiel mir ein Umschlag in die Hände, als der Hausstand meiner alten Mutter aufgelöst wurde, die in eine Seniorenanlage umzog. Er enthielt einen sehr persönlichen Brief, den Ernst Dreblow am 8. Mai 1928 in Chile, Ultima Esperanca, an meinen Vater schrieb. In diesem Umschlag befanden sich aber auch noch einige andere Unterlagen, die mein Vater gesammelt hatte, wie Ausschnitte von Berliner Zeitungen, die über den tödlichen Flugzeugabsturz von Plüschow und Dreblow über Argentinien im Jahre 1931 berichteten, ferner einige Fotos, die vermutlich Bestandteil dieses Briefes waren, und einiges andere mehr.

Diese Unterlagen sowie die Lektüre des Briefes ließ das schon fast vergessene Buch wieder hochaktuell werden und so wurde es von mir nach fünfzig Jahren noch einmal gelesen... Ernst Dreblow schildert in diesem Brief sehr lebhaft seine Jagdabenteuer, die er mit seinen Hunden in Abwesenheit Plüschows allein unternommen hatte.

Mein Vater, Herr Bruno Röder, Jahrgang 1902, arbeitete, nachdem er die Maschinenbauschule

... hier weiter zum Briefan Bruno Röder

Brief von Ernst Dreblow an Bruno Röder vom 8.Mai 1928 aus Chile (unvollständig)

... hier weiter zum Ausschnitt des Originalbriefes von 1928
absolviert hatte, in den Jahren 1923 bis 1928 zunächst als Konstrukteur, danach als selbstständiger Konstrukteur bei der Firma ASKANIA in Berlin-Friedenau. Offenbar in dieser Zeit hatte er Ernst Dreblow als Arbeitskollegen kennen gelernt. Für mich scheint es sich aber nicht ausschließlich um eine rein kollegiale Freundschaft gehandelt zu haben, denn auf der letzten Briefseite, die ich nicht veröffentliche, äußert sich Dreblow zu seiner Ehe, die offensichtlich damals schon nicht mehr intakt zu sein schien. Solche hochvertraulichen Mitteilungen schildert man üblicherweise keinem „nur“ Arbeitskollegen.

 

Da Ernst Dreblow an der Seite von Gunther Plüschow wohl immer nur eine sekundäre Rolle in der Öffentlichkeit gespielt hatte, bin ich ganz froh darüber, mit Hilfe dieses Briefes einen kleinen Beitrag leisten zu können, der etwas über die Person Ernst Dreblow aussagt.

Vielleicht schlummern ja anderswo auch noch „verborgene Schätze“ zu diesem Thema, die insbesondere die Rolle Dreblows bei der Lufterkundung Südamerikas ein wenig aufhellen.
Im Dezember 2007

 

Ernst Dreblow vor einer Heinkel in Rostock-Warnemünde

 Ernst Dreblow vor einer Heinkel in Rostock- Warnemünde

.. bitte hier klicken für größeres Bild
Ernst Dreblow(o.), Gunther Plüschow (li.)vor ihrem nächsten Start

 Ernst Dreblow, Gunther Plüschow und Helfer vor dem nächsten Start  in Südamerika

.. bitte hier klicken für größeres Bild
Dreblow, Plüschow und Helfer beim Benzin abladen

Helfer bringen Flugbezin zur Betankung der "Tsingtau" für den nächten Erkundungsflug über Feuerland

.. bitte hier klicken für größeres Bild

 Pressemitteilungen zum tödlichen Flugzeugabsturz

.... zur Schlagzeile von 1931 hier klicken
.. bitte hier klicken für den kompletten Zeitungsartikel
.... zur Schlagzeile von 1931 hier klicken
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 .... zur Schlagzeile von 1931 hier klicken

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.. bitte hier klicken für den kompletten Zeitungsartikel
.... zur Schlagzeile von 1931 hier klicken
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Bilder: Archiv Lothar Röder
Redaktionell bearbeitet von Hans- Jürgen Wodtke im 29.12.2007

 

Über Ernst Dreblow
von Gerhard H.Ehlers

Im Silberkondor über Feuerland
Der Rathenower Ernst Dreblow begleitete den weltberühmten „Flieger von Tsingtau“ / Absturz in Patagonien
Auf dem Weinberg-Friedhof liegen viele Personen, die prominent waren. Nicht nur der Begründer der Gerhard Ehlers bei einem Vortrag in Rathenow am 11.08.2006optischen Produktion, Johann Heinrich August Duncker gehört dazu. Weniger Beachtung findet die Ruhestätte von Ernst Dreblow, einem Flugzeugingenieur der Askania-Werke.

Dabei hätte er auch hierzulande etwas mehr Aufmerksamkeit verdient. Dreblow war ständiger Begleiter des Abenteurers Gunther Plüschow, auch bekannt als der „Flieger von Tsingtau". In Südargentinien gibt es nicht nur Ausstellungen über beide, man gedenkt auch jedes Jahr im Januar des Tages, an dem die beiden Flugbegeisterten nach einem Absturz über Patagonien starben.

Der Transradio- Depeschen- Dienst Buenos Aires, Argentinien meldete am 28. Januar 1931, um fünf Uhr Südzeit: „kapitaen gunther plueschow und begleiter mit flugzeug sil-berkondor toedlich abgestuerzt - stop - ueber nebenarm des argentinosee, Westrand patagonischer kordilliere -stop".

Menschen auf der ganzen Welt nahmen erschüttert die Nachricht vom Tod, Gunther Plüschows und seines Bordingenieurs Ernst Dreblow aus Rathenow zur Kenntnis. Der Pilot des Heinkel- Doppeldeckers mit der Nummer D-1313 war schon zu Lebzeiten eine Legende. Bücher und Filme hatten ihn und seine Leistungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltbekannt gemacht.
 
Hierzulande fast unbekannt
Während Gunther Plüschow und Ernst Dreblow hierzulande heute nahezu unbekannt sind, wird alljährlich im Januar an einem Denkmal nahe der Absturzstelle am Lago Argentino (Südpatagonien, Argentinien) ihnen zu Ehren eine Feierstunde abgehalten und auch in der Presse gedenkt man der beiden Flugpioniere aus Deutschland.
 

Gunther Plüschow mit seinem Sohn
Gunther Plüschow mit seinem Sohn
Gunther Plüschow wird 1886 in München geboren, seine Familie zieht zunächst nach Rom und lebt ab 1895 in Schwerin /Mecklenburg. Im Alter von 10 Jahren beginnt er eine klassische Militärausbildung: Kadettenanstalt, Offizier der kaiserlichen Marine und schließlich Marineflieger der Festung Tsingtau in der deutschen Handelskolonie Kiautschou (China).
 
Unmittelbar nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges gelingt ihm dann mit seinem Flugzeug (Rumpler- Taube) der Aufsehen erregende Ausbruch aus der von japanischen Truppen belagerten Festung in Femen Osten. Nach neunmonatiger spektakulärer Flucht durch China, die USA und England trifft er im Juli 1915 in Deutschland ein.
 
Ein Jahr später erschien sein erstes Buch „Die Abenteuer des Fliegers von Tsingtau", welches eine Auflage von über 700 000 Exemplaren erreicht. Plüschow behält diesen „Titel" bis an sein Lebensende, er ist ein Held und weit über die Grenzen Deutschlands bekannt.

 

Biographie wie ein Heldenroman
Bis 1918 ist Plüschow Kommandant auf verschiedenen Seestationen der Kaiserlichen Marine, kurz nach Kriegsende zieht er nach Berlin.
Seine Biographie der Nachkriegsjahre liest sich wie die eines Helden aus einem Roman von Erich Maria Remarque: Reporter, Kinoansager, Depeschen- und Zeitungsflieger, Autoverkäufer, Motorrad-Weltrekordfahrer und Handlungsreisender in Sachen Stahl.
 

Dreblow und Plüschow
Gunther Pluschow und Ernst Dreblow erlebten gemeinsam so manches Abentuer
Dann, endlich, 1925 ein Neuanfang. Plüschow macht das Patent zum Kapitän auf Große Fahrt, bereist das Mittelmeer und segelt bis 1926 mit der Viermastbark „Parma" um Kap Hoorn und an die Küsten Chiles. Und er beschreibt auch dieses Abenteuer in einem Buch, hält Vorträge und lernt so Menschen kennen, die ihn bei der Realisierung seines großen Traumes unterstützen können und werden: einer Expedition nach Feuerland. Seit seiner Kindheit in Schwerin hat sich Plüschow nach diesem stürmischen, südlichsten Teil der Erde gesehnt.
 
Im November 1927 ist es dann soweit, die zurückliegenden Mühen und Rückschläge sind vergessen, Förderer wurden gefunden und Spenden entgegengenommen. Ein zum Forschungsschiff umgebauter Büsumer Fischkutter und ein stoffbespannter Doppeldecker sind bereit für das bisher größte Abenteuer des Kapitän Plüschow, einer Reise nach Tierra del Fuego.
 
Und er hat eine „Crew", eine Mannschaft mit der er diese lange, anstrengende und gefährliche Fahrt in Richtung Kap Horn und um Feuerland wagen will: Kurt Neubert, Karl Kolbe, Josef Schmitt, Paul Christiansen und Ernst Dreblow aus Rathenow, ein 34-jähriger Mitarbeiter der Berliner Askania-Werke.
 
Zunächst aber trennen sich die Wege der sechs Wagemutigen. Der Flugzeug - und Motorenspezialist Dreblow begleitet den sorgfältig zerlegten und in Kisten verpackten Doppeldecker vom Typ HE 24 W, den „Silberkondor", an Bord eines Dampfers der Reederei Laeisz in das an der Nordküste der Magellanstraße gelegene chilenische Punta Arenas. Die anderen begeben sich in der „Holzpantine", so nannte Plüschow sein Schiff, über den Ozean in Richtung Südwesten.

 

Schneller Mann aus Rathenow
Dreblow erreicht sein Ziel bereits Ende 1927; Plüschow mit Schiff und Besatzung erst im Oktober 1928. Er musste noch im brasilianischen Urwald deutsche Siedler und Eingeborene filmen, so wollte es sein wichtigster Sponsor, der Berliner Ullstein Verlag.
 
In den folgenden Monaten überflogen der Pilot Plüschow und der Bordingenieur und Kameramann Ernst Dreblow als erste Menschen die Darwin- Kordilleren auf der großen Feuerlandinsel, das Kap Hoorn und die Torres del Paine in Patagonien. Sie waren fasziniert von der überwältigenden Schönheit des patagonischen Inlandeises und brachten von ihren Flügen, oft unter Lebensgefahr, zum ersten Mal Fotos und Filmmaterial von diesen bis dahin unerforschten Gegenden des südlichsten Teils des amerikanischen Subkontinentes mit.  
       
Nach der Rückkehr aus dem tiefsten Süden dieser Erde, Mitte des Jahres 1929, veröffentlichte Plüschow in Deutschland ein weiteres Buch: „Silberkondor über Feuerland". Sein gleichnamiger Film wurde ein überwältigender Erfolg und die spektakulärsten Sequenzen, die noch nie zuvor gesehenen, sensationellen Luftaufnahmen der vereisten Gipfel Feuerlands, wurden vom Rathenower Dreblow gedreht.

Ernst Dreblow vor seinem Zelt Ernst Dreblow und Gunther Plüschow in Patagonien
Dreblow vor seinem Zelt. Die Aufenthalte waren nicht besonders Komfortabel. Abendessen in Patagonien: Ernst Dreblow und gunther Plüschow wurden mit der Zeit Freunde.

In den ersten Monaten des Jahres 1930 war Plüschow ruhelos in Deutschland unterwegs, er hielt Vorträge, begleitete die Veröffentlichung seines neuen Buches und des aktuellen Films und traf potentielle Sponsoren für seine zweite Feuerlandexpedition. Diese Reise sollte Antworten auf Fragen nach Rohstoffen, versunkenen Kulturen und unbekannten Weidegründen in den bis dahin unerforschten Gebieten des patagonischen Paine- Gebirges geben.
 
Im Juli 1930 machen sich der Flieger von Tsingtau und sein Gefährte aus dem Westhavelland noch einmal auf den Weg in Richtung Feuerland. Es ist diesmal nicht nur der legendäre Weltkriegspilot und Abenteurer, sondern der sehr erfolgreiche Autor und Dokumentarfilmer, der Entdecker und Forscher Gunther Plüschow, der mit seinem unentbehrlichen Fahrtgenossen Ernst Dreblow zu einem weiteren Abenteuer an das Ende der Welt aufbricht.
 
Es wird ihre gemeinsame letzte große Reise. Das Grab von Ernst Dreblow befindet sich auf dem evangelischen Weinberg-Friedhof in Rathenow, das von Gunther Plüschow auf dem Parkfriedhof in Berlin-Lichterfelde.
In den Museen von Punta Arenas (Chile, Magellanstraße) und Ushuaia [ Argentinien, Große Feuerlandinsel), zwei der südlichsten Städte der Welt, findet man heute noch Vitrinen mit Fotos des Flugpioniers, seines Luftkameraden und ihres Flugzeugs.

 

Der Pilot und sein Begleiter
Sie erinnern an einen begeisterten Piloten und seinen braven Begleiter, an zwei Deutsche, die mit einem in Warnemünde gebauten Doppeldecker den südlichsten Teil Südamerikas als Erste überflogen, erforschten und fotografierten. Und obwohl sie sich bestens auskannten in den von ihnen gefilmten und kartografierten zahllosen Kanälen und schneebedeckten Gebirgen Feuerlands: in Berlin und Brandenburg waren Sie zu Hause.

Quelle: MAZ vom 21.Februar 2006
Fotos: Rietschel (1) Archiv Ehlers(3)  und Röder(1)
Redaktionell bearbeitete von Hans- Jürgen Wodtke am 12.01.2008
 

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  Kommentare

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Kommentar:17
von:Krüger Andreas
am:13.10.2009
um:11:11:49
Kommentar:Quelle: Sorauer Heimatblatt Nr. 11 November 1965 XIV. Jg

Wir betrauern:

Wie erst jetzt zu erfahren war, starb an 22 April 1965 Frau Klara Kuntze, Tochter des Schlossermeisters Adolf Henschel aus Sorau, Wilhelmstraße 22, im Alter von 78 Jahren im Altersheim Berlin – Grunewald, Griegstraße 5 – 7. Die Verstorbene war eine bekannte Fliegerin. 1908 nahm sie mit Helmut Hirth an der Flugwoche in Johannisthal bei Berlin teil. Meist flog sie eine Eterich – Taube von Rumpler. Abends trat sie als Czardasfürstin im Eiskunstlauf im Admiralspalast in der Friedrichsraße oder im Berliner Sportpalast auf. Sie war verheiratet mit dem bekannten Brückenbauer Professor Wilhelm Kuntze. 1943 verlor sie ihr schönes Haus durch eine Luftmine. Danach wohnte Frau Kuntze zehn Jahre zusammen mit der Witwe des berühmten Günter Plüschow, des Entdeckers von Feuerland, des Fliegers der Silbercondor und des Fliegers von Tsingtau. 10 000 Goldmark waren ihr geboten worden, an dem so viel beachteten Flug nach Tsingtau teilzunehmen. Ihr damaliger Verlobter, der spätere Professor Kuntze, widersetzte sich diesem abenteuerlichen Vorhaben mit Erfolg.



Kommentar:16
von:Gerhard H. Ehlers
am:31.08.2009
um:16:45:43
Kommentar:Vielen Dank für den "Fotorechte-kommentar".
Seit Mitte Juni steht das Flugzeug , mit dem Plüschow und Dreblow über Feuerland und Patagonien geflogen sind , als 1:1 Modell ( flugunfähig) in Ushuaia, arg. Feuerland . Es soll als Touristenattraktion an die beiden mutigen Flugpioniere und den ersten Flug nach Ushuaia im Jahre 1928 erinnern. Weitere Informationen und Bilder können bei mir abgefragt werden ,
viele Grüße
GHE

Kommentar:15
von:Redaktion des Havelland-Kiosk
am:05.08.2009
um:09:04:57
Kommentar:Gerhard H. Ehlers verweist nochmals, dass entgegen der vorstehenden Darstellung er KEINE Rechte an den Fotos mit seinem Namen hat. Die Bilder sind lediglich Bestandteil seines Archivs.

Die Redaktion des Havelland-Kiosk bitte alle Leser diese Tatsache zu berücksichtigen. Die fälschliche Kennzeichnung der Bilder ist durch die Redaktion des Havelland- Kiosk erfolgt. Herr Ehlers trägt daran keine Schuld.

Kommentar:14
von:Gerhard H. Ehlers
am:05.08.2009
um:00:01:49
Kommentar:Guten Tag,
zwei aktuelle Informationen zum Thema Plüschow und Dreblow :
- im vergangenen Jahr ist in Chile ein Buch mit dem Titel "Plüschow y Dreblow, aguilas alemanas en el cielo austral" ( Plüschow und Dreblow, deutsche Adler am Himmel des Südens)erschienen. Der Verfasser Prof. Mateo Martinic B. hat mir erklärt, daß er das Buch auch deshalb geschrieben habt, um Dreblow ein Denkmal zu setzen. Seiner Meinung nach sind die Verdienste Dreblows bei den beiden Expeditionen bisher nicht ausrechend gewürdigt worden. Dieses Buch ist zur Zeit leider nur in Spanisch erhältlich. Anfragen bitte an den Freundeskreis GUNTHER PLÜSCHOW ,siehe E-Mailadresse.
- seit wenigen Wochen ist das Flugzeug, mit dem Plüschow und Dreblow ihre Forschungsflüge absolviert haben, die HD 24 W als 1:1 Modell in Ushuaia , Argentinien zu sehen. Mehr Informationen hat der Freundeskreis GUNTHER PLÜSCHOW
Viele Grüße
GHE

Kommentar:13
von:Paul-Hinrich Kroll Lürssen
am:06.12.2008
um:17:51:46
Kommentar:Wenn jemand sich für Plüschows Forschungs- und Expeditionsschiff "Feuerland - Tierra del Fuego" und dessen Restaurierung interessiert, sollte er/sie in die website http:// www.expeditionsschiff-feuerland. de schauen. Der Förderkreis "expeditionsschiff-feuerland e.V." gibt per email jede mögliche Information zum Thema "Gunther Plüschow, Ernst Dreblow".

Kommentar:12
von:Paul-H. Kroll Lürssen
am:06.12.2008
um:17:40:12
Kommentar:Zum Bericht der Schüler/innen der 9. Klasse der Oberschule Rathenow: Der argentinische Gletscher heisst nicht "Pepito Moreno Gletscher" , sondern "Perrito Moreno Gletscher". Perrito moreno heisst "Dunkelbraunes Hündchen". Warum??

Kommentar:11
von:Eberhard Baeumerth
am:15.11.2008
um:03:20:51
Kommentar:Neue Informationen über
Ernst Dreblow finden sie hier:
http://http://www.buesum-information.de/Plueschow/Vita/index4.html

Kommentar:10
von:Gerhard H. Ehlers
am:10.08.2008
um:13:56:37
Kommentar:Hallo,
eine wichtige Klarstellung : natürlich habe ich die Rechte an den gezeigten Fotos NICHT !! Richtig ist : diese Aufnahmen sind aus meinen Plüschow -Archiv.
Gruß
Gerhard H. Ehlers

Kommentar:9
von:Karolin Gutstein
am:11.04.2008
um:10:41:38
Kommentar:Hallo,
ich habe gesehen, dass auf dieser Seite VINCENT GÜTZKOW aus PREMNITZ einen Kommentar hinterlassen hat. Habe schon eine WEile versucht, diese Person ausfindig zu machen. Würde mich freuen wenn er oder jemand der ihn kennt, sich mit mir in Verbindung setzen würde!!!!!!

Kommentar:8
von:Jörg Peltzer
am:01.02.2008
um:12:50:23
Kommentar:wer mal nach Ushuaia / Feuerland kommt, sollte unbedingt in das Stadtmuseum gehen. Dort kann man sich ein Video vom "Silberkondor" und der "Feuerland" ansehen, welches nachträglich in deutscher Sprache vertont wurde. Es lohnt sich wirklich!!
Ihr müsst aber im Museumsladen direkt nach dem Video fragen.

Kommentar:7
von:Lothar Röder
am:07.01.2008
um:19:11:31
Kommentar:Die im Text angegebene Adresse von Ernst Dreblow in Berlin, stimmt nur für das Jahr 1931. In dem darauf folgenden Jahr findet man nur noch seine Witwe unter dieser Adresse im Berliner Adressbuch. In den Jahren vorher hat er entweder nur zur Untermiete oder außerhalb Berlins gewohnt

Kommentar:6
von:Gerhard H. Ehlers
am:07.01.2008
um:19:04:29
Kommentar:Liebe Freunde, Bekannte, Interessierte, Unterstützer, „Plüschowlogen“ und (last, but not least) liebe Mitglieder des Freundeskreises GUNTHER PLÜSCHOW, nachträglich wünsche ich allen Empfängern ein gutes und erfolgreiches 2008!

Das vergangene Jahr war für Plüschow und alle Interessierten ein sehr erfolgreiches Jahr, denn die nachstehenden Aktivitäten fanden in 2007 statt:

Veröffentlichung eines Plüschow –Artikels in/im
- Ostseezeitung ( Mecklenburg)
- Fliegerrevue ( bundesweit)
- Rundbrief der Traditionsgemeinschaft „Alte Adler“ ( bundesweit)
- GLOBUS, Zeitschrift des VDA ( weltweit)
- Marineforum (bundesweit + Ausland)
- Das Propellerblatt - Mitteilungsblatt der Interessengemeinschaft Luftfahrt, 1900 – 1920 (bundesweit + Ausland)
Vorträge in :
Rostock, Buenos Aires, Berlin, Gersfeld (Wasserkuppe), München und Travemünde
Ausstellungen in :
Rostock (Schiffbau - und Schifffahrtsmuseum auf dem Traditionsschiff) und München ( Deutsches Museum , Flugwerft Oberschleißheim)
Der eindeutige Höhepunkt in 2007 war die Eröffnung der Ausstellung in München am 23. Juni. Der 88-jährige Sohn Plüschows, Guntolf, war extra aus Kanada angereist, um diese erste umfassende Ausstellung, die seinem Vater gewidmet war, anzusehen.

Es war ein bewegendes Erlebnis, den wachen und humorvollen Weitgereisten zu treffen.

Die o.g. Aktivitäten sind das Ergebnis einer intensiven und offenen Zusammenarbeit von vielen Freunden, Bekannten und siehe oben.

Diese haben mit ihren Ideen, Kontakten, Materialien und wichtigen Hinweisen geholfen, 2007 ein so erfolgreiches „Plüschow -Jahr“ werden zu lassen.

Dafür danke ich Allen.

Falls Interesse an detaillierten Informationen besteht, alle Anfragen werden beantwortet.
Ich freue mich auf die Verwirklichung der neuen Projekte und Ideen in 2008 und zahlreiche Antwortmails

viele Grüße
Gerhard H. Ehlers

Kommentar:5
von:Eva Lehmann,Memento e.V. Rathenow
am:06.12.2007
um:21:06:58
Kommentar:Herr Röder,falls Sie nochmal auf diese Seite schauen - bitte unbedingt melden!!!! Der Memento e.V. hat die Suche nach Dreblow in Gang gesetzt und wir sind für jeden Hinweis dankbar!
Frau Dreblow war übrigens eine geborene Hansen- nicht Nansen.

Kommentar:4
von:Eberhard Baeumerth
am:06.12.2007
um:20:57:08
Kommentar:Hier gibt es weitere Informationen über Gunther Plüschow, Enst Dreblow und die Feuerland-Expedition 1927 - 1931:

http://www.buesum-information.de/Plueschow/index.html

Gruß Eberhard Baeumerth

Kommentar:3
von:Gerhard H.Ehlers
am:06.12.2007
um:18:59:00
Kommentar:Guten Tag, der erwähnte Forscher bin ich ! Ich würde mich sehr freuen , wenn man mit mir Kontakt aufnehmen würder ,
Gruß
GHE

Kommentar:2
von:Lothar Röder
am:24.11.2007
um:19:44:06
Kommentar:Mein Vater, Herr Bruno Röder (Ing., geb. 1902) war von 1926 bis 1928 als selbstständiger Konstrukteur bei der Firma Askania tätig und mit Herrn Dreblow befreundet. Ich besitze das Origianal eines mehrseitigen Briefes, den Herr Dreblow am 8. Mai 1928 aus Chile, Ultima Esperanca, zusammen mit einigen Fotos an meinen Vater schickte. Darüber hinaus habe ich noch einige Original- Zeitungsausrisse in denen über den Absturz berichtet wurde.

Mit Interesse habe ich heute den Artikel im Internet gelesen.

Gruß

Lothar Röder

Kommentar:1
von:Vincent Gützkow
am:03.08.2007
um:15:59:59
Kommentar:Ich kenne eine Lehrerin die auch Dreblow heißt, aus Rathenow kommt und Lehrerin in Premnitz an der Gesamtschule ist ,sie sieht sogar aus wie der Mann auf dem Foto......Ich weiß aber nicht wo in Rathenow sie wohnt???
naje vielleicht könnt ihr damit was anfangen
Redaktion:Danke für die Info.
Leider ist die Wahrscheinlichkeit, dass Frau Dreblow etwas mit dem Flieger Dreblow zu tun hat sehr gering.
Mitte 2006 hielt ein Forscher im Torhaus in Rathenow einen Vortrag über Dreblow und Plüschow. In dem Vortrag kam zum Ausdruck, dass man bisher sehr wenig von " Dreblow und Rathenow" weiß.
Umso begrüßenswerter ist die Forschungsarbeit von Frau Heidrich und ihren Schülern. Man kann gespannt sein was die Schüler noch herausbekommen.
Hans- Jürgen Wodtke
Im Auftrag des Havelland-Kiosk

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