Informativ
|
Geschichte(n)
|
Einkaufen
|
Dienstleistungen
|
Kontakt
Übersicht
Regionale Personen
Regionale Kunst & ...
Regionalgeschichte
 Bamme
 Barnewitz
 Behnitz
 Buckow bei Grossw...
 Buckow bei Nennha...
 Böhne
 Bützer
 Damme
 Döberitz
 Ebelgünde
 Falkensee
 Friesack
 Gräningen
 Großwudicke
 Grütz
 Gülpe
 Havelland
 Hohennauen
 Jerchel
 Kotzen
 Kriele
 Liepe
 Milow
 Nauen
 Nennhausen
 Neufinkenkrug
 Paretz
 Premnitz
 Rathenow
 Rhinow
 Ribbeck
 Schollene
 Seegefeld
 Semlin
 Steckelsdorf
 Stechow
 Strodehne
 Stölln
 Vieritz
 Wagenitz
 Zollchow
Historische Souvenirs
Souvenirs der Rathenower Brautradition

Geschmack aus Sachsen-Anhalt

Weine aus der Saale-Unstrut-Region!

Erleben Sie die Vielfalt einheimischer Weine demnächst hier!

zurück Zu dieser Seite sind keine Kommentare vorhanden! Seite drucken

Die beiden Mahler

von Günther Thonke

Fast jedem Dorfe drehten sich einstmals die Flügel einer, manchmal auch zweier Windmühlen. Eine gehörte dem Patron und Gutsbesitzer, die der Müller nur zum Lehen hatte und um zu sparen, wurde an dieser nur das Nötigste repariert.
Im Krug spülte der Müller den täglichen Staub herunter.
Nach der Gewerbefreiheit wurde im Dorf eine zweite Mühle gebaut. Diese stand auf dem hohen Berg am Steckelsdorfer-See. Deren privater Müller mahlte das feine Mehl, um es in die Stadt zu liefern und schnell zu barem Gelde zu kommen. Er hieß der „Witte“.
Der „Swarte“ ,der nur zwei Flügel an der Mühle hatte, der mahlte und schrotete den Dörflern und dem Vieh das dunkele Mehl.
Der Witte mahlte bei jedem Wind. Der Wind von gestern, der mahlt nicht mehr! Er mied auch den Krug und obwohl er aus voller Lunge röchelte, nahm er sich keine Zeit aus der Luke zu schauen und nach frischer Luft zu schnappen. Seine Zeit war ihm bares Geld, welches ihm am Ende teuer zu stehen kam. Als er schon aus dem letzten Loch pfiff, da kam der große Bruder des Windes, der Sturm. Der warf die Mühle um, die der Müller, dem die Kraft ausgegangen war, nicht mehr mit dem Stert in den Wind zu drehen schaffte.              
Des Swarten Mühle mit den zwei Flügeln überstand die stürmische Nacht. Ihr Gebieter war im Krug am Kamin geblieben.Im Leben kommt vieles anders als gedacht.

Erst in den letzten Kriegstagen 1945 wurde diese Mühle von Granaten getroffen und hauchte ihr Zeit aus, doch viele ihrer Mühlengeschwister hatten sich bald technisch selbst überlebt gehabt. Der Wind konnte sich über Jahrzehnte gelangweilt von der Arbeit erholen, ehe ihn die Menschen wieder zu neuer Arbeit an den Windrädern für erneuerbare Energieen einspannten.
Foto: Sammlung Günther Thonke
Redaktionell bearbeitet von Hans- Jürgen Wodtke 23.07.2007


  Kommentare sind zu dieser Seite nicht vorhanden!

zurückSeite drucken
Regionale Dienstleister

Ausgewählte Dienstleister aus dem Havelland stellen sich vor

Werfen Sie einen Blick auf unser aktualisiertes Angebot!
 

 
© Havelland-Kiosk - All rights reserved - Powered by wodtke media