Eisenbahnnostalgie in Döberitz
Züge machen hier nicht mehr Halt / Alte Technik für Fans
von Norbert Stein
DÖBERITZ ■ Am Döberitzer Bahnhof steigt niemand mehr in den Zug ein oder aus. Auf dem Bahnsteig neben dem Bahnhofsgebäude - ein Geschoss hoch und mit Brettern umhüllt - ist kein
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Am Bahnhof in Döberitz macht kein Zug mehr Station. Auf dem Areal gibt es aber interessante Eisenbahntechnik aus dem vergangenen Jahrhundert zu sehen.
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Betrieb mehr. In den Diensträumen ist Ruhe. Das Dach aber ist ausgebaut und bewohnt. Seit über vier Jahren ist der Döberitzer Bahnhof außer Betrieb. Anfang Februar 2003 hielt hier der letzte Zug. Danach wurde mit dem Ausbau der Bahnstrecke Rathenow-Brandenburg begonnen.
Inzwischen rollen die Züge wieder auf der Strecke. Aber der Döberitzer Bahnhof ist keine Haltestelle mehr. Dennoch ist hier vieles beim Alten und vor allem erhalten geblieben. Vor allem dem Engagement von Olaf Kowalke ist es zu verdanken, dass der Döberitzer Bahnhof, nachdem der letzte Zug abgefahren war - unter Denkmalschutz gestellt wurde.
14 Jahre war Olaf Kowalke Fahrdienstleiter auf dem Bahnh5of. So wusste er genau um den technischen Wert der Bahnhofanlage, die zum Teil noch aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammt. Hätte sich der Fahrdienstleiter damals nicht darum gekümmert, dass das Gebäude auf die Denkmallliste kommt, wäre wohl vieles bereits verschwunden. Wenn auch heute kein Zug mehr auf dem Bahnhof hält, so ist er für die Nachwelt doch ein Stück interessante Eisenbahngeschichte.
So verfügte der Bahnhof über die älteste Schrankenanlage entlang der gesamten Strecke. Natürlich wurde die Anlage von Hand per Kurbel betrieben. Inzwischen ist eine neue Schrankenanlage in Betrieb. Eine der alten Schranken steht heute auf dem Bahnsteig als „Museumsstück". Die außenliegenden Spannwerke für die Seile zu den Weichen, die zwei Signale an den Seiten
des Bahnsteigs einschließlich der vier Signalhebel, die Verschluss- und Hebeltechnik für die sechs Weichen und natürlich das Bahnhofsgebäude selbst in seiner seltenen Bauweise, gehören weiter zu den Raritäten, die erhalten geblieben sind. Natürlich sind der ehemalige Dienstraum und auch der Warteraum nunmehr aus Sicherheitsgründen verschlossen.
Das ist Eisenbahnnostalgie in Döberitz. Ein genauerer Blick auf das Bahnhofsareal lohnt sich allemal. Und das nicht nur für Vorbeireisende im Zug.
Quelle: MAZ vom 16.08.2007, Foto: Ritschel
Redaktionel bearbeitet von Hans- Jürgen Wodtke im August 2007
Kommentare |

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| Kommentar: | 2 |
| von: | viola ries |
| am: | 20.02.2010 |
| um: | 17:01:00 |
| Kommentar: | habe diesen eintrag heute das ersta mal gelesen, hab aber vorher davon gehört, das dieser bahnhof geschlossen wurde, was mich enttäuscht! schade drum! desweiteren bin ich geschockt über den tod von olaf, habe ihn persönlich gekannt! |
| Kommentar: | 1 |
| von: | Michael Drzesga |
| am: | 10.11.2008 |
| um: | 19:44:55 |  | |
| Kommentar: | Habe heute diesen Bericht das erste mal gesehen und auch mit großem Interesse gelesen.
Meinem Bruder ,OLAF KOWALKE, haben wir es zu VERDANKEN das es diesen Bahnhof heute noch gibt.
Leider ist er bei einem tragischen Arbeitsunfall am 06.12. des letzten Jahres ums Leben gekommen.
Aber mit diesem Bahnhof wird er weiter Leben und für immer Unvergessen bleiben. Dein Bruder Michael und Maik |
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