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Der Tod , die Seele und die Träume

von Günter Thonke

Um die Geburt kreisen andere Gedanken, als um den Tod.    
Das war schon so, als es noch keine geschriebenen Religionen gab. Die wenigen Menschen hier hinter den Wäldern und Sümpfen suchten sich ihre Erklärungen über den Sinn des Daseins.
Hinter allem wurde etwas vermutet, von Zwergen, Riesen ,Hexen, Dämonen, Zauberinnen, Schutzgöttern für Haus, Feld und Flur, Nixen und Wassermännern und den großen Göttern  für und gegen Wind und Wetter, Krieg und Frieden, deren Wohnsitz sie im Walhall wähnten.  
Immer ist ein Gevatter Hein als ihr Schatten bei ihnen ein Leben lang. Keiner kennt das Mysterium seines letzten Tages.     
Verstorbene wurden einst unter der Schwelle des Hauses bestattet, welches so zum  Geistesbesitz und Schutzauftrag des gewesenen Eigentums wurde. Die Seele, meinen viele Menschen auch noch heute, wäre nachtaktiv und letztendlich erst nach einer nächsten Generation über den Fluss des Vergessens nach dem Land der Engel, ehe es die Angeln und Sachsen eroberten, entschwunden.
Hinter vielen Wassern an allen Weltenden kennt man Parallelen.In ihren Träumen erscheinen die Seelen der Verstorbenen weicheren Gemütern als Trost, den Hartherzigen oft als Albdruck. Unbewusst wird im Traum auf Fragen geantwortet, die unhörbar waren.Waren es Gewissensbisse des Vergangenen, dem Unbewussten heutiger Psychologen. Diese sind  in die Fußstapfen der einstigen Medizinmänner, Wunderheiler und Gottesmänner  getreten.
              
Es gibt auch Menschen, die sich aufgeklärt und frei von alledem meinen, bis, ja bis Gevatter Hein klopft und ihr Schatten sich hinlegt!  Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde die jeder Logik entbehren.Um diese kreisen seit Olims Zeiten die Gedanken der Leute, die alt, krank oder in Nöten sind und ein  „Samuel hilf“ erwarten. Doch alle  sind wir untertunnelt beim Weg in die Ewigkeit, sollen doch Halbtote schon dämmernd einen Fuß im Tunnel gehabt haben. Am Ende des Tunnels sind alle ganz Seele und sollen selig sein, wie es im Diesseits versprochen wird, obwohl da die Ansichten auseinander zu gehen, vonwegen  Paradies oder Hölle. Ein Drittes wäre ein Nirwana !
Ob darüber dann ein oberster Richter oder ein gar demokratisches Gremium entscheidet, erfahren wir erst in unseren Träumen !
 
Hofft alle weiter auf ein „träume süss!

Redaktionell am 27.10.2007 von Hans- Jürgen Wodtke bearbeitet
Foto: Wodtke


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