Auf Kotzerjagd
von Günter Thonke
Die Flurstücke der Kossäten l
agen beieinander und wurden so zu günstigen Bedingungen dem Amtmann zur Jagd verpachtet. Davon wurde ein Vorteil erhofft.
Das wurmte den Förster, der die Jagd des Gutes und der Bauern im Auge zu halten hatte. Das tat er besonders scharf, denn Menschen, die ein Amt haben, die genießen ihre Macht. Dafür wird dann kräftig an ihrem Ast gesägt. Der Amtmann mied den Förster.
Das gilt auch für den Hund, der sich einen Menschen hält.
Unvorbereitet traf man sich im Fenn. Der Hund hatte den Förster längst gewittert, doch fuhr beiden ein Schreck in die Glieder. Des Amtmannes Fifi packte zu und des Försters Uniform hatte ihre Glanzzeit hinter sich. Nach langem Palaver erklärte sich der Amtmann bereit, dem Förster einen neuen Rock schneidern zu lassen, so die alte Uniform die Seine wäre und sei es als Vogelscheuche genutzt.
Es wurde dem Amtmann ein teurer Spaß.
Dem Fifi war eine zeitlang Schmalhans angesagt.
Redaktionell bearbeitet am 07.11.2007 von Robby Schmalz
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