Die Besteuerten
von Günter Thonke
Bei den Besteuerten handelt es sich um alle Bürger des Staates. Der versucht recht hilflos der Gerechtigkeit eine Gasse zu bahnen. Dazu geben alle ihr Scherflein bei, bewusst und unbewusst. Das Letztere geschieht beim Tanken und bei einem jeglichen Einkauf. Man nennt es die indirekte Besteuerung. Auch zur Grundsteuer trägt jeder Mieter am Jahresende bei. Am wenigsten schmerzt eine Steuer, welche man gar nicht erst auf der Kralle hat. Es ist die Summe, welche in der Lohntüte und bei der Rente und Stütze fehlt. Die großen Steuerzahler weichen mit Abschreibungen und anderen Tricks aus. Einst gab es sieben Segelschiffer mit `nem Kaffenkahn in Rathenow, mit dem sie den längsten Teil des Jahr
es auf dem Wasser waren. Da wurde ihnen an Schleusen und Zollstellen ohnehin in die Taschen gegriffen, sodass die Frage nach Aufwand und Nutzen gestellt und mit dem Schmuggel gelöst wurde. Ihren festen Wohnsitz aber legten sie nach Neufriedrichsdorf vor die Stadt, weil dort die Besteuerung gnädiger gewesen war.
Nun im Globalen haben sich also nur die Dimensionen geändert und den Aufrichtigen beißen wieder die Hunde. Den beamteten Umverteilern wird kaum zu helfen sein. Die sind selbst in der Betroullie und geben mehr aus, als sie einnehmen. Was wundert uns nur, das sind die Kredite, welche dem Staat von privaten Banken gewährt werden. Kein Privatmann ist noch kreditwürdig, wenn er so verschuldet wäret. Da gibt es also eine differenzierte Sicht der Dinge.
Und dann noch die über drei Prozent wegen Brüssel.
Da sollten wir unseren Beitrag um die Überschreitung einfach nicht abführen bis alles wieder im Lot ist. Wie wäre es mit einer „Skalamobile“, die alles senkt oder zu steigert nach jeweiliger Geschäftslage? – „Geht nicht“, heißt es da nur, “zu wenig Beamte!“
So werden wir weiter durch die jeweiligen Zeiten dümpeln.
Gute Zeiten währen nie lange, weise Zeiten nur zeitweise! Alte Auslaufmodelle pflegen ihre Einwände und ihre Neugier hält sie munter, weil sie erleben wollen, wie man sich aus dem um uns geschlungenen Netz ziehen wird. Wie hieß doch das Kinderrätsel:
„Loch an Loch und hält doch?“
Redaktionell bearbeitet am 20.11.07 von Robby Schmalz
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