Presseberichte über die Vorbereitungen zur 3. Böhner Geschichtswerkstatt
Vom schweren Neuanfang 1946/47
RATHENOW (mko). Auf die 3. Böhner Geschichtswerkstatt haben schon viele gewartet, denn die Resonanz der beiden Veranstaltungen davor war viel versprechend. Doch aus verschiedenen Gründen wird sie in diesem Jahr nicht wie geplant, im „Truck-Stopp" in Böhne stattfinden, sondern am Freitag, 25.8., 18 Uhr, im Pressezentrum der Landesgartenschau GmbH auf dem Mühlenareal. Der Eintritt ist auch hier kostenfrei. Am Haupteingang der LAGA erhält man eine Freikarte, mit der man das Areal
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Hans-Jürgen Wodtke (I.) zeigt Rolf-Peter Bley vom Wirtschaftsförderverein Milower Land e. V. die neuen Tafeln für die 3. Geschichtsveranstaltung
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betreten kann.Unter dem Thema „Der schwere Neuanfang- unsere Region 1946/47" können Interessierte Regionalgeschichte wieder hautnah erleben. Hier werden wieder Zeitzeugen und „Kenner" der damaligen Verhältnisse zu Wort kommen und anschaulich berichten. Geplant sind Beiträge zur Enteignung des Böhner Gutes und der Bauernwirtschaft Giese in Marzahne sowie zur Situation der Neubauern in der Region. Weitere Vorträge sind zur damaligen Situation der Menschen in Rathenow und Schönholz geplant. Mit der besonders schwierigen Situation, der vielen tausend Flüchtlinge in der Region und deren Überlebenskampf, wird sich ein weiterer Bericht befassen. Für das Leitreferat konnten die Organisatoren den aus dem Rhinower Raum stammenden Dr. Schöne gewinnen. Mit Jürgen Bleick aus Rhinow, Wolfram Bleis aus Rathenow und Michael Crone aus Kierspe konnten bereits bewährte Referenten für die 3. Veranstaltung gewonnen werden. Lore Richter aus Premnitz, Siegfried Giese aus Jerchel und Jürgen Mai aus Premnitz erleben im Rahmen der Veranstaltungsreihe ihr Debüt.
„Über die großzügige und unkomplizierte Unterstützung der Geschäftsleitung der LAGA GmbH bei der Organisation der 3. Geschichtswerkstatt sind wir sehr erfreut. Wir freuen uns auf eine Bereicherung des bereits bestehenden vielseitigen Angebotes der LAGA und hoffen auf viele interessierte Besucher zur Veranstaltung", so Hans-Jürgen Wodtke.
Weiterhin geben zahlreiche, von wodtke-media gefertigte, themenbezogene Ausstellungstafeln einen visuellen Einblick in die unmittelbare Nachkriegsepoche.
Die Broschüre mit Beiträgen von der 2. Geschichtswerkstatt, die in einer Erstauflage von 100 Stück erschien, war nach wenigen Wochen ausverkauft. Wodtke verspricht, dass die Zweitauflage etwas „länger reichen wird und zur 3. Geschichtswerkstatt erhältlich ist."
Eine LAGA- Hostess habe schon händeringend nach der 2. Auflage verlangt, weil sie Besuchern versprochen hatte, ihnen diese in deren Heimat nachzusenden. Angeboten wird auch ein Bündle aus Broschüre und DVD, die sich hervorragend ergänzen.
„Ich freue mich, dass wir mittlerweile eine sehr breite Unterstützung haben - sowohl unter den Firmen der Region als auch unter der Bevölkerung, die offenbar sehr glücklich ist, dass ein Teil der regionalen Geschichte in entsprechender Qualität aufgearbeitet wird", so Wodtke.
Quelle: Preußenspiegel vom 23.08.2006
Foto: mko
Wieder nach Böhne zurück
Warum die Geschichtswerkstatt in Rathenow gastiert
Böhne / Rathenow (rik). Was einmal als Versuch startete, eine besondere Veranstaltung für das kleine Örtchen Böhne auf die Beine zu stellen, zieht inzwischen immer mehr Kreise. Schon die erste Böhner Geschichtswerkstatt war ein großer Erfolg, ebenso die zweite: „Nun, während der Vorbereitung zu dritten Geschichtswerkstatt, vergeht kein Tag, an dem es keine Anrufe mit Materialangeboten und Anfragen gibt", freut sich Initiator Hans-Jürgen Wodtke über das starke Interesse an regionaler Heimatgeschichte.
Allerdings herrscht mittlerweile ein wenig Verunsicherung: Wieso findet die 3. Böhner
Geschichtswerkstatt nun eigentlich in Rathenow statt? Und wann beginnt sie eigentlich? Wieso diese Änderung?
Hans-Jürgen Wodtke verschafft Aufklärung. Jede Änderung zu den bisherigen Veranstaltungen hat ihren Grund. Nach dem riesigen Erfolg der ersten beiden Veranstaltungen sollte, ja musste die Qualität der dritten noch besser werden. Das betrifft nicht nur die Aufarbeitung der vorhandenen Materialien, sondern auch das Umfeld: „Wir haben zum Beispiel erkannt, dass es eine ausreichende gastronomische Versorgung geben muss. Das wollten wir in Böhne organisieren", so Wodtke. Ein Zelt für 150 bis 200 Personen sollte her, in dem die Gäste gut versorgt hätten sitzen können. „Es zeichnete sich aber ab, dass wir das in Böhne in der vorhandenen Zeit nicht gechafft hätten", so Wodtke. Kurzfristig musste eine Alternative gefunden werden. Zwar ist das Kulturzentrum Rathenow Partner
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Plakat von 1946 (Provinz Brandenburg)
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der Geschichtswerkstatt, steht aber ausgerechnet an diesem Abend nicht zur Verfügung.
Mehr Glück hatten die Organisatoren bei der Landesgartenschau: „Mit viel Unterstützung sind wir für diesen einen Abend in das Programm hinein geschoben worden", ist Wodtke dankbar. Glücklich ist er mit dem Umzug aber nicht. Die Böhner Geschichtswerkstatt soll daher auf jeden Fall wieder zurück nach Böhne. Die kurzfristig arrangierte LAGA-Variante machte auch eine Zeitverschiebung nötig. Statt um 19.00 Uhr muss die Werkstatt bereits um 18.00 Uhr beginnen. „Die Landesgartenschau bat um diesen früheren Termin, damit die Werkstatt nicht so spät endet und die Reinigungskräfte noch genug Zeit haben, das Pressezentrum wieder zu säubern", erklärt Wodtke - bereits am Morgen des nächsten Tages beginnt die nächste Veranstaltung.
Damit haben sich die Änderungen aber eigentlich schon erledigt. Die dritte Böhner Geschichtswerkstatt wird so ablaufen wie die anderen auch, Vorträge und Schautafeln sind vorbereitet. Der Eintritt ist wie gehabt frei: „Am einfachsten ist es für LAGA-Dauerkartenbesitzer. Wer die nicht hat, kann sich etwa ab 17.30 Uhr am LAGA-Eingang bei den Hostessen melden, die dann Sonderkarten für die Geschichtswerkstatt verteilen", so der Organisator.
Quelle: BRAWO vom 20.08.2006
Unrecht und Chance zugleichDr. Jens Schöne referiert über BodenreformRATHENOW (seb). „Das Besondere ist ihr doppelter Charakter", urteilt Dr. Jens Schöne, Referent für politische Bildung und Landesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR in Berlin, über die Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone nach dem Zweiten Weltkrieg. Je nach politischem Lager werde die Reform als Unrecht oder als Chance betrachtet; so Schöne. Seiner Ansicht nach treffen beide Interpretationen in gewissem Maße zu.
In seinem Vortrag während der dritten Geschichtsveranstaltung der Böhner Geschichtswerkstatt am 25. August um 19.00 Uhr auf der Landesgartenschau, wird Jens Schöne einen Überblick zur Bodenreform in der Rathenower Region geben. „Die Bodenreform entzieht sich einer einfachen Deutung", meint Schöne.
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Dr. Jens Schöne in Großderschau
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„Ich werde in meinem Vortrag versuchen, die Reform in die Geschehnisse der Zeit einzuordnen", kündigt der Historiker an.
Zu DDR-Zeiten hat Schöne eine Ausbildung zum Facharbeiter für Tierproduktion absolviert und in den 90er Jahren Geschichte studiert. Den Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit bildet die Landwirtschaft in der DDR. Aus seiner Doktorarbeit entstand ein Buch mit dem Titel „Frühling auf dem Lande? Die Kollektivierung der DDR-Landwirtschaft". „Wenn man selbst Landwirt ist, hat man einen näheren Bezug zu diesem Themenkomplex, als ein reiner Akademiker", erklärt Schöne die Wahl seines Spezialgebiets.
Der Kontakt zur Böhner Geschichtswerkstatt sei auf einer Veranstaltung zum Thema Bodenreform im Museum in Großderschau entstanden, erinnert sich Schöne: „Das ist meine alte Heimatgegend, daher wurde ich dorthin eingeladen."
Auch Hans-Jürgen Wodtke, Initiator der Böhner Geschichtswerkstatt, war dort zugegen, und aus einem Gespräch habe sich dann die Zusammenarbeit ergeben, berichtet Schöne.
Quelle: BRAWO vom 13.08.2006
Foto: IBE Wodtke
Ein mysteriöses VerbrechenBöhner Geschichtswerkstatt spürt der Vergangenheit nachBÖHNE (seb). „Es war so eng, dass wir übereinander lagen und zwischen uns waren die Wanzen", zitierte Hans-Jürgen Wodtke, Initiator der Böhner Geschichtswerkstatt, während eines Mitgliedertreffens
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| Einige der für die Ausstellung der 3. Geschichtsveranstaltung vorgesehenen Schautafeln sind bereits fertig. Hans- jürgen Wodtke (li) ,Initiator der Böhner Geschichtswerkstatt, erläutert die ausgehängten Dokumente und Fotografien |
einen Zeitzeugen der Nachkriegsjahre. Damals war der Wohnraum knapp, und Flüchtlinge und Vertriebene sorgten für Rekordbevölkerungszahlen in Rathenow und den Dörfern der Umgebung. Daher herrschte in den Häusern oft bedrückende Enge. Mit der schweren Zeit des Neubeginns 1946/47 beschäftigt sich die 3. Geschichtsveranstaltung der Böhner Geschichtswerkstatt am 25. August um 19.00 Uhr im Restaurant „TruckStop" in Böhne. Während des Treffens in der vergangenen Woche tauschten sich die Mitglieder der Geschichtswerkstatt über den aktuellen Stand der Vorbereitungen aus. „Unser Anliegen ist es, die Ursachen für die Geschehnisse der damaligen Zeit zu benennen und die persönlichen Geschichten von Zeitzeugen und deren Nachkommen zu erzählen", beschreibt Hans-Jürgen Wodtke das Konzept der Geschichtsveranstaltung. Zu den Themen der zahlreichen Referate zählen dabei neben der- Bodenreform vor allem auch das Leben in der Region und die Situation der Flüchtlinge und Vertriebenen. Die Mitglieder der Böhner Geschichtswerkstatt gestalten zur Ergänzung der Vorträge eine Ausstellung, die mit historischen Dokumenten und Fotografien Eindrücke aus der damaligen Zeit vermittelt. Ein besonders spannendes Ereignis, dem die Geschichtswerkstatt auf der Spur ist, ist ein mysteriöser Polizistenmord, der im Jahr 1947 geschah. „Wir haben schon die Namen von Opfer und Täter ermitteln können, aber den genauen Tathergang kennen wir noch nicht", so Wodtke. Am 25. August wird das Geheimnis um dieses Verbrechen vielleicht gelüftete.
Quelle: BRAWO vom 30.07.2006
Foto:Kühl
Als man Brennnesseln und Eicheln aß
Die dritte Geschichtswerkstatt in Böhne wird vorbereitet
BÖHNE (rik). Heutzutage leben im Ortsteil Wilhelminenhof nur 14 Personen - 1946 waren es über 80. Flüchtlinge, die vor den Wirren und Schrecken des
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3. Abstimmungstreff, ( v.l.) Hans-Jürgen Wodtke, Jürgen Mai und Ortwin Müller
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Krieges davon liefen, kamen damals unter, wo gerade Platz war. Auf den Höfen gab es keine Brennnesseln, in den Wäldern keine Eicheln. Alles, was nur irgendwie essbar war, wurde verwendet - und dennoch litten die Menschen Hunger. Mit dem schweren Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg in der Region, genau mit den Jahren 1946 und 1947, beschäftigt sich die dritte Geschichtswerkstatt in Böhne. Sie findet am Freitag dem 25. August, in der Gaststätte Truck Stop statt. Ursprünglich sollte das Thema der Geschichtswerkstatt die Bodenreform sein, doch bald stellten die Organisatoren fest, dass es noch mehr interessante Ereignisse in jener Zeit gab.
Die erste Geschichtswerkstatt, die sich mit dem Putsch gegen Hitler am 20. Juli 1944 beschäftigte, entstand eher aus dem Bauch heraus, wurde aber zu einem riesigen Erfolg. Die zweite, die das Thema Ende des zweiten Weltkrieges und die ersten Tage im Frieden hatte, verlief ähnlich erfolgreich: „Schon bei diesen Veranstaltungen haben wir Böhne immer als exemplarisch für die Region angesehen, aber als Höhepunkt für Böhne sollte sie auch bestehen bleiben", erklärte Mit-Organisator Hans-Jürgen Wodtke. Das Interessante an diesen Geschichtswerkstätten sei zudem, dass die Vorträge durchaus Anlass und Ausgangspunkt
kontroverser Diskussionen sind. Zurzeit laufen die Vorbereitungen für die dritte Werkstatt, deren Messlatte nach den Erfolgen der ersten beiden sehr hoch liegt. Es wird wieder eine Ausstellung geben, Vorträge beschäftigen sich mit der Bodenreform und Enteignungen, aber auch mit der schwierigen Situation der Flüchtlinge zum Beispiel in Schönholz, der schwierigen Lage im zerstörten Rathenow, der Ankunft der Neubauern oder - als exemplarisches Beispiel - einem Polizisten-Mord, der im Zusammenhang mit einem Nahrungsmitteldiebstahl wegen des großen Hungers stand. Geplant ist auch die Erarbeitung einer Broschüre, die die Ergebnisse der Geschichtswerkstatt in gedruckter Form darlegen soll. Die erste Broschüre, die die zweite Geschichtswerkstatt betraf, ist inzwischen so gut wie ausverkauft.
„Wir sind nach wie vor an allen Unterlagen, Hinweisen und anderen Materialien aus dieser Zeit interessiert, so Hans-Jürgen Wodtke.
Quelle: BRAWO vom 09.07.2006
Fotos: IBE Wodtke
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3. Abstimmungstreff, (v.l.) Jürgen Mai, Michael Crone, H.-J. Neumann, Jürgen Bleick, Wolfram Bleis
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3. Abstimmungstreff, Organisator Hans- Jürgen Wodtke
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Zeitzeugen gesucht
Geschichtswerkstatt wird vorbereitet
BOHNE ■ Jüngst trafen sich die Initiatoren und Organisatoren der „3. Geschichtswerkstatt
Bohne" zu einem erneuten Abstimmungstreff im Rathenower Kulturzentrum.
Nach dem großen Erfolg der ersten beiden Veranstaltungen zur regionalen Geschichte folgt nun im Sommer 2006 die dritte Veranstaltung dieser Reihe.
Themen der 3. Geschichtswerkstatt werden die Bodenreform 1946, die schwierige Versorgungslage und die Situation der Flüchtlinge sein.
Als Termin planen die Organisatoren den 25. August, Beginn 18 Uhr. Veranstaltungsort wird traditionell wieder Bohne sein, allerdings soll die Veranstaltung auf dem Gelände der Firma Truck-Stop über die Bühne gehen.
Auftakt der Veranstaltung wird eine Einführung zum Thema Bodenreform und ein geschichtlicher Überblick zur
Gesamtlage sein. Einige Referenten sind bereits gefunden. Für bestimmte Themenbereiche werden jedoch noch dringend Zeitzeugen/ Referenten gesucht, die eventuell bereit sind, aus Familienaufzeichnungen vorzulesen.
Dringend benötigt werden noch Referate zum Thema: „Die Situation der Flüchtlinge - wie war damals das Überleben gesichert".
Bereits in Planung ist eine begleitende Ausstellung zur Werkstatt. Wer für diese Ausstellung zeit- und regionalbezogene Ausstellungsstücke zur Verfügung stellen möchte kann sich unter folgenden Kontakten melden: Sylvia Wetzel, Kulturzentrum Rathenow, Tel.-Nr.: 03385- 51 90 42; eMail: presse@kultur-zentrum-rathenow.de oder Martina Bleis, Havellandkiosk Rathenow, Tel.-Nr.: 03385- 49 97 90; E-Mail: info@havelland-kiosk.de
Quelle: MAZ 30.03.06
Foto: IBE Wodtke
Die Geschichtswerkstatt sucht Zeitzeugen
Im Sommer Thema Bodenreform
BÖHNE In der vergangenen Woche trafen sich die Initiatoren und Organisatoren der dritten „Geschichtswerkstatt Bohne", um die nächste Veranstaltung abzustimmen. Nach dem großen
Erfolg der zwei ersten Veranstaltungen zur regionalen Geschichte folgt nun im Sommer, genau am 25. August 2006, die dritte Veranstaltung dieser Reihe. Themen werden die Bodenreform 1946, die schwierige Versorgungslage und die Situation der Flüchtlinge sein. Einige Referenten sind bereits gefunden. Für einzelne Themenbereiche werden jedoch noch Zeitzeugen gesucht, die eventuell aus Familienaufzeichnungen lesen. Vor allem das Schicksal der Flüchtlinge und der Neubauern ist von Interesse. Geplant wird zudem eine begleitende Ausstellung. Wer sich als Zeitzeuge zur Verfügung stellen oder die Ausstellung mit Materialien unterstützen kann, wird gebeten, sich bei den Initiatoren zu melden. Ansprechpartner sind Sylvia Wetzel im Kulturzentrum Rathenow, Telefon 03385 / 519042, oder Martina Bleis vom Havellandkiosk, Telefon 03385 / 499790.
Quelle: BRAWO 22.03.2006
Foto: IBE Wodtke
Schwerpunkt Bodenreform
3.Geschichtswerkstatt in Böhne
BÖHNE (wil) Die Reihe der Geschichtsveranstaltungen im Gemeindezentrum Böhne wird fortgesetzt. nachdem im August 2004 und september 2005 Veranstaltungen zu den Themen
"Widerstand im Dritten Reich (der 20.Juli 1944)" und „Kriegsende 1945" stattgefunden haben, geht es bei der „3. Geschichtswerkstatt" um die Bodenreform in der russischen Zone, die schwierige Versorgungslage und die Situation der abertausend Flüchtlinge in der Region. Schon jetzt rufen die Organisatoren zur Unterstützung auf. So werden regional- und zeitbezogene Informationen, Bildmaterial, Dokumente und Zeitzeugen zu den Themenschwerpunkten Bodenreform, schwierige Versorgungslage und Flüchtlinge gesucht.
Im Jahre 2004 vermittelte die 1. Geschichtsveran- staltung Informationen zum 20. Juli 1944 und zur Rolle des Generalfeldmarschalls Günther von Kluge beim gescheiterten Putschversuch. Günter von Kluge lebte von 1930 bis zu seinem Freitod 1944 mit seiner Familie in Böhne. Die 2, Geschichtsveranstaltung, im vergangenen Jahr, hatte das Thema „Die letzten Wochen im Krieg und die ersten Wochen im Frieden in unserer Region".
Bei einem Treffen zogen die Organisatoren der „Geschichtswerkstatt Böhne" vor einigen Tagen Bilanz.
„Beide Veranstaltungen wurden sehr gut angenommen und trugen maßgeblich zur sachbezogenen und unvoreingenommenen Aufarbeitung der regionalen Zeitgeschichte bei", sagte Hans-Jürgen Wodtke. An der Organisation und Durchführung beteiligten sich, so Wodtke, „ zahlreiche an der Geschichte interessierte Personen, regionale Unternehmen und Vereine". Maßgeblichen Anteil am Erfolg der Veranstaltungen sei der Kulturzentrum Rathenow GmbH beizumessen. „Neben der organisatorischen Unterstützung war immer wieder der geschichtliche Sachverstand von Frau Götze, Geschäftsführerin der Kulturzentrum GmbH, bei der Gestaltung der
Ausstellung und der Formulierung der Referate gefragt", erläuterte Hans-Jürgen Wodtke. Auch Michael Crone bedankte sich im Namen der Organisatoren bei Bettina Götze.
Bei dem Treffen stellte Wolfram Bleis sein Projekt „Die verlorenen Stadt" vor. Das Projekt beinhaltet die Entwicklung der Rathenower Altstadt in den letzten Jahrhunderten. Erste Ergebnisse des Projektes werden zur Eröffnung der Landesgartenschau ausgestellt.
Martina Bleis informierte, dass die Broschüre zur 2. Böhner Geschichtsveranstaltung demnächst hergestellt wird. Die Broschüre soll ab Juni 2006 in den Verkauf. Im März werden sich die Organisatoren der Geschichtswerkstatt erneut treffen und dann mit den Vorbereitungen zur 3. Böhner Geschichtsveranstaltung beginnen.
Quelle: MAZ 21.02.06
Fotos: Sylvia Wetzel ,KUZ Rathenow GmbH
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