Ziegeleien verschwanden,
die Landwirtschaft kehrte zurück
Die Gemeinde Bützer wurde nach dem zweiten Weltkrieg ein Ortsteil der Gemeinde Milow und zählte damals etwa 900 Einwohner. Seit 1957 ist der Ort wieder eine selbständige Gemeinde. Heute wohnen allerdings nur 635 Einwohner in diesem Dorf, die in der Mehrzahl im Chemiefaserwerk Premnitz oder in der Landwirtschaft arbeiten.
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| Teilansicht der ehemaligen Ziegelei Witte Co. unmittelbar an der Havel gelegen. Foto: Archiv Dommer |
Auch die 1959 aus der Zusammenlegung der LPG Typ I und der LPG Typ III hervorgegangene LPG Typ III „Karl Marx“ gibt es heute nicht mehr. Die zu dieser LPG gehörenden Ländereien sind heute in der LPG Pflanzenproduktion Böhne vereinigt.
Doch der Ort bekam 1973 eine andere wichtige Aufgabe zur Sicherung der Versorgung in unserem Kreis. In diesem Jahr wurde unterhalb der Bützer Berge mit dem Bau einer Schweinemastanlage mit einer Kapazität von 6000 Schweinen begonnen. Seit 1974 werden hier Schweine gemästet. Der Betrieb ist der größte Produzent von Schweinefleisch in unserem Kreis.
Durch diesen Betrieb, durch die Nähe des Chemiefaserwerkes und durch die recht malerische Lage des Ortes unmittelbar an der Havel blieb es nicht aus, dass sich viele junge Leute hier ansiedelten und dank der großartigen Förderung unseres Staates ihr Eigenheim errichteten. Es entstanden hier 17 solcher Eigenheime. Aber auch die zunehmende Liebe für die Gartenarbeit als
Freizeitbeschäftigung forderte ihren Tribut. 1976 wurde die erste Kleingartensparte des VKSK gegründet.
Auf dem ehemaligen Ziegeleigelände, das bislang Brachland war, richteten sich 13 Gartenfreunde solch einen Kleingarten samt Gartenlaube her. 1982 erfolgte die Gründung einer zweiten Anlage dieser Art. „An der Kosel“, nach einem kleinen Nebenfluss der Havel, ist sie benannt und befindet sich ebenfalls auf ehemaligem Ziegeleigelände. 14 Kleingärtner sind in dieser Sparte vereinigt, und noch weitere 5 Gärten entstanden 1983 in der Nähe der Havel. Die Entwicklung geht weiter, unterhalb der Bützer Berge sind 20 Kleingärten im Entstehen.
Die Gemeinde ist heute, vor allem infolge der Rekonstruktion der Durchfahrtsstraße von Milow nach Böhne oder Vieritz und des Fleißes der Anlieger, ein sauberer Ort. Die Kinder werden mit dem Bus in die neue Oberschule „Otto Grotewohl“ in Milow gefahren, im Ort sind in der ehemaligen Dorfschule eine Kinderkrippe und ein Kindergarten unter tatkräftiger Mitarbeit der Bürger entstanden, und die Zugehörigkeit zum Gemeindeverband Premnitz brachte und bringt ebenfalls manchen Vorteil für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bürger der Gemeinde mit sich.
Quelle: Märkische Volksstimme Januar 1985
Autor: unbekannt
Redaktionell bearbeitet am 29.11.07 von Robby Schmalz + Hans- Jürgen Wodtke am 07.08.09
Kommentare |

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| Kommentar: | 1 |
| von: | Sebastian Haerter |
| am: | 07.08.2009 |
| um: | 09:36:24 |  | |
| Kommentar: | Hallo Herr Wodtke,
herzlichen Dank noch einmal für Ihre umfassende Auskunft.
Anbei wie besprochen ein Foto von dem Tonbiber, der auf dem Pferdestall/Pumpenhaus des Gutes Friedrichsruh lag, das derzeit abgetragen/erneuert wird. Außerdem ein Link, damit Sie das Ganze geografisch einordnen können.
http://www.gutshaeuser.de/gutshaeuser_f/friedrichsruh.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Knorrendorf |
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